Thursday, March 15, 2012

Josefine Mutzenbacher, by Felix Salten - Full Text (Part 3)

Und sie zwang mich, ihm seine Stange zu reiben und aus seinem Brunnen zu schöpfen, bis das Wasser floß. Es stieg wie eine Fontäne hoch hinauf, und ich ließ es in mich hineinspritzen, bis kein Tropfen mehr kam. Dann sanken wir beide, Zenzi und ich, zwischen die schlafenden Männer und lagen beieinander.

Aber diese Nacht war noch nicht vorbei. Zenzi war jetzt doch wieder aufgeregt und jammerte: »O je …, o je …, jetzt möcht' ich …, jetzt …, möcht' ich …«

»Na, so mach du's …«, riet ich ihr.

»Aber nein …«, sie war ganz weg, »jetzt wird er ihnen nicht mehr stehen.«

»Probier's doch …«, ermunterte ich sie.

Sie glitt zum Vater hin und begann ihn zu streicheln und zu reiben. Umsonst. Sie nahm seinen Schweif in den Mund …, der Vater spürte nichts, auch im Schlaf nicht, und seine Lanze blieb gesenkt.

»Nichts ist …«, klagte Zenzi; und wandte sich zu Rudolf. Auch sein Gewehr war ausgeschossen, und der Hahn ließ sich nicht mehr spannen, wie wohl sich Zenzi auch bemühte. Endlich nahm sie ihn in den Mund, sog zweimal daran und begann plötzlich zu husten und zu schlucken.

»Er spritzt …«, rief sie verzweifelt, »er spritzt …«, und dabei hielt sie seinen Zipfel in die Höhe, aus dem der Same matt herausquoll. Zenzi spuckte aus und kam zu mir.

»O Gott …, o Gott …«, jammerte sie verzweifelt, »das Schlecken und Spritzen hat mich noch viel geiler gemacht …«

Ich lachte.

»Du kannst leicht lachen …«, grollte sie, »du hast's gut gehabt …, ich war schön dumm …«

Ich lachte noch mehr.

»Was fang' ich an …«, fragte sie verzweifelnd, und wetzte ihn hin und her. Auf einmal riß sie meine Hand an sich und führte sich sie zwischen die Füße: »Mach mir's …«, bat sie.

»Wie soll ich dir's denn machen …?«

»Weißt …, so …, komm …, ich will vögeln …, komm …«

Sie legte sich auf den Rücken: »Leg dich auf mich …«

Ich tat wie sie wollte, und sie rieb sich zuerst ihre Fut gegen die meine. Dann mußte ich meine Hand dazwischen geben, und sie mit dem Finger stoßen, als hätte sie einen Schwanz.

Sie warf sich unter mir: »Ach …, ja …, das ist gut …, steck den Finger hinein …«

Meine Brüste, die auf sie niederhingen, ergriff sie, und tätschelte sie eifrig und mit meiner freien Hand spielte ich an ihrer Brust.

Endlich schrie sie auf: »Mir kommt's …, mir kommt's …«

Ich bohrte ihr den Finger hinein, so gut ich konnte, und fühlte, wie ihre Fut zusammenschnappte. Sie ließ meine Brust los, drückte mir den Kopf, indem sie mich umschlang fest an ihre Duteln, und ruhte nicht eher, bis ich auch ihre kräftigen spitzen Warzen im Mund hatte. Mich reizte dieses Spiel. Ich sog an ihren frischen Brüsten und bohrte unten mit dem Finger, bis sie ausgetobt hatte und mit langen Atemzügen beruhigt dalag. Dann schliefen wir ein.

Wir waren seit dieser Nacht wirklich befreundet, und es kam oft vor, daß ich wie ein Mann über sie herfiel, ihre Brust herausnahm und daran spielte.

Am nächsten Tag schliefen wir alle bis in den hellen Vormittag. Der Vater ging nicht in die Arbeit, und Lorenz kam aus der Sattlerei nachzuschauen, was es gäbe.

»Nichts«, sagte der Vater, »ich bin krank.«

Lorenz ging, ohne einen von uns eines Blickes zu würdigen.

Die Trinkgelage wiederholten sich, und es wiederholte sich, daß Zenzi mit einem Mann nach Hause kam. Rudolf dachte nicht daran, sich wieder um eine Stelle umzusehen.

Einmal kam Zenzi, und wir hörten an der Stimme des Mannes, daß er sehr alt sein müsse.

Zenzi lachte: »Ja, so ein kleines Wuzerl …«

Der alte Mann sagte: »Das macht nichts …, das macht nichts …, wenn er steht, wird er schon größer werden …«

Nach einer Weile rief Zenzi: »Aber er steht ja nicht …«

Der alte Mann: »Es dauert nur ein bisserl länger …, er wird schon stehen.«

Wieder nach einer Weile sagte Zenzi leise: »Ich kann nicht mehr …, mir tut schon die Hand weh …«

Der alte Mann: »Das macht nichts …, nimm's nur in den Mund …«

Zenzi fragte: »Was geben S' mir dann?«

Der alte Mann: »Was ich dir geb' …? Meinetwegen …, ich geb' dir zehn Gulden …, aber nimm's in den Mund …«

Rudolf gab es einen Ruck: »Herrschaft!« murmelte er, und ich war ganz erschrocken über das viele Geld.

Es dauerte lange, bis Zenzi endlich sagte: »So, er steht schon …, kommen S' her …«

Wir hörten, wie sie ins Bett fielen. Nach einer kurzen Pause lachte Zenzi auf: »Er steht ja schon wieder nicht …«

Der alte Mann murmelte etwas, sie wälzten sich im Bett herum, dann brach Zenzi los: »Ach …, ach …, ja …, so …, das ist gut …, gut …, ja …, weiter …, schneller …«

Rudolf meinte zu mir: »Jetzt schleckt er sie …«

Dann rief Zenzi: »Kommen S', jetzt steht er wieder …«

Sie wälzten sich noch einmal, und Zenzi lachte; »ist schon wieder zusammengefallen …«

Der alte Mann sagte ärgerlich: »Ist nicht wahr …, steck ihn nur hinein …«

Das Bett krachte, und Zenzi sagte: »Sie sind ja gar nicht drin …«

Der alte Mann: »Laß mich nur! Ich komm' schon hinein …«

Das Bett krachte weiter, weiter. Zenzi seufzte und rief: »So …, endlich …, aber jetzt …, gut …, gut fickerln …, was? … Schon aus …«

Wir hörten sie wieder in der Küche herumgehen und flüstern. Dann knarrte die Eingangstür und Zenzi rief: »Küß die Hand«, und kam gleich darauf ins Zimmer gelaufen. Sie war im Hemd und schwang einen Zehner in der Hand. Freudig gab sie ihn Rudolf.

Natürlich fand am Abend wieder ein großes Saufgelage statt. Wir waren alle betrunken, und ich weiß gar nicht mehr, was wir alles getrieben hatten. Am nächsten Tag verschlief mein Vater wieder die Arbeit, und weil das jetzt öfters vorkam, wurde er eines Tages entlassen.

Er kam schimpfend und fluchend nach Hause, aber Rudolf tröstete ihn: »Das macht nichts …, du find'st bald wieder eine Arbeit.« Sie waren längst per du miteinander. Mein Vater war sehr entrüstet und konnte sich nicht beruhigen.

»Schlaf dich ein paar Tag aus, und dann gehst dir eine andere Arbeit suchen«, meinte Rudolf, »und dir wird es guttun, wenn du dich ausschlafst.«

Mein Vater begann also sich auszuschlafen. Er wälzte sich die Vormittage im Bett herum, spielte mit Rudolf Karten, und verbrachte seine Zeit damit, abwechselnd Zenzi oder mir an den Brüsten zu spielen. Dabei benützte er mich jetzt beinahe in jeder Nacht, und bei Tag machte er sich auch noch über Zenzi her, denn er war immer angetrunken.

Da er seine Tage zu Hause verbrachte, war er auch einmal anwesend, als Zenzi mit einem Herrn nach Hause kam. Nun standen wir zu dritt hinter der Küchentür und lauschten, wie draußen das Geschäft vor sich ging.

Er war sehr erstaunt, und machte große Augen, als Zenzi dann hereinkam und ihrem Rudolf drei Gulden überbrachte.

Wenige Tage später aber kam der Hausmeister herauf und erklärte, das könne nicht mehr geduldet werden. Entweder wir müßten ausziehen, oder Zenzi dürfe keine Herren mehr mitbringen. Der Hausmeister war sehr höflich, und sprach mit Rudolf besonders sehr freundlich, und Zenzi lachte. Ich vermute, Rudolf hat ihn vorher reichlich mit Geld gespickt und vermute auch, daß Zenzi sich einmal von ihm hat vögeln lassen, denn sonst hätte er überhaupt der Wirtschaft nicht so lange zugeschaut, und wäre wohl auch bei seinem Besuch nicht so höflich und von einem solchen Bedauern dieser Maßregel erfüllt gewesen.

Das Verbot kam vom Hausherrn direkt.

Rudolf nahm, nachdem der Hausmeister weggegangen war, Zenzi mit sich in die Küche, und sie hatten eine lange Unterredung miteinander. Sie kamen auch nachher nicht herein, sondern legten sich zusammen nieder, und man hörte sie quietschen, stammeln und ein »noch« bitten, lauter Geräusche, die auch auf uns ihre Wirkung übten, so daß wir, wenn auch einmal ohne Wein, noch in den Kleidern anfingen, unser Spiel zu beginnen.

Zenzi blieb jetzt vom Hause fort, und kam immer erst am Abend, manchmal sehr spät in der Nacht, manchmal gar erst am nächsten Morgen nach Hause. War Rudolf abends oder morgens bei uns im Zimmer, wenn sie kam, dann gab sie ihm vor uns ihren Verdienst, und der Vater interessierte sich für nichts so lebhaft, als für den Betrag, den sie mitgebracht hatte.

Weil nun Zenzi oft Tage und Nächte fernblieb, und wenn sie zu Hause war, meist schlief, hatte ich jetzt meinen Vater und Rudolf zu befriedigen, und ich mußte in der Nacht manchmal von einem zum andern gehen, wenn nicht Rudolf direkt zu uns hereinkam und sich als dritter ins Bett legte.

Der Vater hatte Rudolf oft um Geld angegangen, und immer solches von ihm bekommen, denn der Vater verdiente nichts und steckte natürlich schon nach ein paar Wochen in allerlei Schwierigkeiten.

Einmal aber antwortete Rudolf auf ein solches Verlangen: »Warum verdient denn die Peperl nichts …?«

»Die Peperl …«, fragte der Vater und sah mich an.

»Na ja«, meinte Rudolf, »die könnt' doch auch so viel verdienen, wie die Zenzi …«

»Soll sie eine Hur werden …«, antwortete der Vater langsam.

»Ah was …, eine Hur …«, rief Rudolf, »jetzt tut's doch dasselbe was die Zenzi macht …, da ist nix dabei …, und tausende Mädchen müssen sich so ihr Geld verdienen …«

»Das ist schon richtig …«, mein Vater blickte unschlüssig drein, »aber …«

»Aber hin, aber her …«, Rudolf hatte seinen strengen Ton, »glauben Sie, wenn Sie das Mädel pudern, der eigene Vater, das ist vielleicht besser …? Na also … Die Zenzi«, fuhr er fort, »die Zenzi verkehrt nur mit lauter feine Herren …, die laßt gar keinen ordinären Menschen drüber. Was glauben S' denn? Die hab' ich schon dressiert …, und die Herren, von denen sich die Zenzi pudern läßt, die sind alleweil noch nobler als der Katechet, der die Peperl gefickt hat und nicht einmal was gezahlt hat er ihr. Der Schmutzian.«

»Der Schmutzian …«, sagte mein Vater in nachträglicher Entrüstung.

»Na, und was möcht's denn der Pepi schaden, wenn sie jetzt für ihren Vater was verdienen tät?« fragte Rudolf. »Sie haben sich lang genug für Ihre Kinder geplagt …«

»Ja, da haben S' ganz recht …« pflichtete mein Vater bei.

»Na also …, lassen S' die Pepi nur mit der Zenzi gehn, und die bringt Ihnen alle Tag mindestens drei Gulden nach Haus …, da garantier' ich schon dafür …, so ein schönes Mädel wie sie.«

Ich war sehr geschmeichelt, aber mein Vater fragte ängstlich: »Und die Polizei?«

»A was, die Polizei …«, machte Rudolf verächtlich, »hab' ich vielleicht schon einmal wegen der Zenzi einen Anstand gehabt? Lassen Sie nur die Zenzi machen, die kennt sich aus …«

»Wenn aber doch einmal …«, mein Vater hatte Angst.

»Na, und wenn schon …«, lachte Rudolf, »nachher sagen Sie, Sie wissen von nix …, und das Mädel ist von selber so schlecht … Die Pepi wird Sie nicht verraten.«

Somit wußte ich also, daß ich mich vor der Polizei in Acht zu nehmen hatte. Ich schwieg die ganze Zeit und wurde auch nicht gefragt. Mein Vater überlegte hin und her, dann wiederholte er: »Nein, ich mag nicht, daß das Mädel eine Hur wird …«

»Aber davon ist doch keine Red«, unterbrach ihn Rudolf, »das ist ja nur bis Sie wieder eine Arbeit gefunden haben …, dann kann ja die Pepi auch wieder solid werden …«

Diese Logik leuchtete meinem Vater ein, und Rudolf gewann ihn ganz, als er hinzufügte: »Ich lass' die Zenzi ja auch nur wieder vögeln, weil ich vazierend bin. Bis ich eine Stelle hab', muß sie wieder brav sein.«

Am nächsten Tag rückte ich mit Zenzi aus. Es war beschlossen worden, und so begann ich meine Laufbahn. Wir gingen in die innere Stadt, auf den Graben, Stephansplatz, Kärntnerstraße usw. Es war Sommer, heiß und wir hatten nur leichte Blusen an. Dazu hatte mich Zenzi zu Hause gelehrt, mir das Hemd bis zum Gürtel herabzulassen, so daß ich die Brust unter dem Kleid bloß hatte.

Zenzi war sehr geschickt und lachte auf dem Wege allen Männern ins Gesicht. Ich brachte das nicht gleich zuwege, denn ich war befangen, aber ich schaute ihnen dafür ernst in die Augen und das genügte. In der Schönlaterngasse war ein finsteres altes Haus mit einem engen finsteren Flur. Dorthin führte mich Zenzi. Wenn man ins Tor ging, kam man zu einer Tür. Sie klopfte, und ein häßliches, altes Weib öffnete. Wir standen in einer Küche, in der man fast gar nichts sah, und von der aus man in ein Kabinett kam, das ebenso lichtlos war.

»Meine Freundin wird auch herkommen«, sagte Zenzi.

Die Alte schaute mich prüfend an und fragte: »Sind S' schon vierzehn Jahr vorbei …?« – »Schon längst«, log Zenzi für mich, »sie ist nur noch ein bisserl klein …«

»Sie wissen ja …«, sagte die Alte zu mir, »für jedesmal zahln S' mir einen Gulden …, aber Sie dürfen mir nie um acht Uhr am Abend herkommen …«

Wir gingen wieder. Zenzi gab mir Ratschläge, vor allem den, auf die Polizeimänner aufzupassen, und von den Herren das Geld zu verlangen, bevor man sie noch zuließ.

Wie wir wieder auf den Graben kamen, stieß mich Zenzi an: »Da schau …, der geht uns nach …«

Vor uns ging ein großer, sehr nobel gekleideter Mann mit einem schwarzen Bart. Er drehte sich nach uns um und sah mich an. Dann verlangsamte er seine Schritte und ließ uns vorgehen.

An der Ecke der Dorotheerstraße zog mich Zenzi in die enge Seitengasse. »Komm nur«, flüsterte sie, »wir biegen ein …«

Zenzi drehte sich um. Der Herr stand an der Ecke und blickte uns nach. Wir standen und Zenzi winkte ihm mit dem Kopf. Da kam er auf uns zu: »Komm weiter …«, mahnte sie, »da heraußen spricht er nicht mit uns …«

Sie zog mich rasch hinter ein Haustor, dort warteten wir. »Da gehst immer her«, riet mir Zenzi, »wenn du am Graben oder in der Kärntnerstraße bist …, da wohnt niemand …«

Inzwischen kam der Herr herein. Zenzi empfing ihn lächelnd, aber er trat zu mir.

»Na, was ist denn …?« sagte er.

»Nichts …«, antwortete ich ihm.

Zenzi fragte »Wollen S' mitgehen …, in der Nähe ist eine Frau …, da kriegen wir ein Zimmer.«

»Nein«, flüsterte er, »ich hab' keine Zeit.«

»Wir könnten auch da auf die Stiegen gehn …, es wohnt niemand da …« »Willst du …?« fragte er mich. Ich betrachtete ihn mit großer Bewunderung, denn er sah sehr fein aus, feiner als ich je einen Mann in der Nähe gesehen hatte. Er trug einen schönen Spazierstock mit einem silbernen Griff und eine goldene, feine Uhrkette, die ihm um den Hals geschlungen war.

Wir gingen die Treppe hinauf, die sehr breit und nur halb dunkel war, und blieben auf einem Absatz stehen. »Ich werd' aufpassen …«, sagte Zenzi, und stellte sich in einiger Entfernung von uns auf. Der feine Herr griff mir an die Brüste und lächelte: »Mach auf ein wenig.«

Er fuhr mit der Hand in den Spalt, den ich auftat, und war sehr erfreut, meine Brust nackt zu finden. Ich bemerkte mit ehrerbietigem Vergnügen, daß seine Hand ganz weich und zart war, so zart, wie meine eigene Haut.

»Alsdann komm«, sagte er und sein Atem begann zu fliegen. Er knöpfte sich das Hosentürl auf, und ich bekam einen Schweif in die Hand, der so weiß und zart und dabei so kräftig und aufrecht war, wie eine Wachskerze. Auch der Kopf daran war spitz und zart.

Ich lehnte mich an die Wand und hob die Röcke auf, weil ich dachte, er werde mich stehend vögeln. Aber er lehnte meine Bereitschaft ab: »Laß nur«, meinte er, »das trau' ich mich da nicht …, spiel lieber …, und laß mich spielen.« So fing ich an, ihm einen abzuwichsen, während er in meiner Bluse herumfuhr, und bald die eine, bald die andere Himbeere zum Aufblühen brachte.

Dabei flüsterte er mir zu: »So ist's gut …, mehr oben …, schneller …, jetzt …, wart …« Er reichte mir ein Taschentuch. Ich nahm es und hielt es über seine Eichel. Da zitterte er mit den Beinen, sein Speer begann in meiner Hand zu zucken, und das Gewitter entlud sich. Ich wischte mir die Hand auch an seinem Tuch ab, weil sie gleichfalls angeregnet worden war. Als ich ihm das Tuch zurückgab, steckte er mir zwei Gulden zu. Dann ging er rasch die Treppen hinunter, ohne sich nach uns umzusehen.

Ich blieb mit Zenzi noch eine Weile auf der Treppe, dann schlichen auch wir zum Haus hinaus. Und ich war ganz glücklich. Zwei Gulden, in zwei Minuten verdient. Und so leicht. Was hatte ich denn für Mühe gehabt? Dabei war ich diesem eleganten Herrn so zugetan, bewunderte ihn so sehr, und hatte so viel Hochachtung vor ihm, daß ich gewiß kein Geld von ihm verlangt hätte.

Auf dem Stefansplatz sprach mich ein alter Mann an. Ich erschrak zuerst, aber Zenzi stieß mich in die Seite und so antwortete ich, als er mich fragte: »Kann ich zu dir gehn?« mit einem »Ja«.

Er befahl mir: »Geh voraus …, ich komme nach.«

Zenzi war im Nu von meiner Seite verschwunden, und ich schlug den Weg in die Schönlaterngasse ein. Die Frau öffnete uns, und wir waren in dem Kabinett allein. »Zieh dich aus …«, sagte der alte Mann. Während ich meine Kleider ablegte, konnte ich sein Gesicht betrachten. Er hatte ein glattrasiertes Gesicht, einen zahnlosen Mund und spärliche weiße Haare. Dabei war er ganz mager, seine Hände zitterten und er schien mir überhaupt sehr gebrochen.

Er saß auf dem Ledersofa und sah mir zu. Als ich nackt war, winkte er mich heran. Ich mußte vor ihm stehen, und er schaute mich an, ohne sich zu rühren. Deshalb glaubte ich, es sei an mir den Anfang zu machen, und wollte ihm die Hose öffnen. Doch er schlug mich schnell auf die Finger, daß ich erschrak. »Warte …«, sagte er mit einer dünnen Stimme, »warte, bis ich dir's sagen werde …, und steh ruhig …«

So stand ich also still vor ihm und er streichelte mich. Endlich nahm er seinen Spazierstock und spielte damit an meiner Brust herum. Es war ein spanisches Rohr mit einer Elfenbeinkugel. Ganz kühl und glatt strich er mir diese über die Haut. Schließlich setzte er sie mir unten an, und bohrte damit meine festgeschlossenen Beine auseinander.

»Komm jetzt her …«, befahl er mir, und streckte sich auf dem Sofa aus. Ich wollte mich zu ihm legen, aber er stieß mich wieder mit einer Hastigkeit zurück, die mich erschreckte: »Drunten bleiben«, knurrte er.

Ich mußte stehend seine Hose öffnen, und nahm einen greisen, ungestrafften Gnadenspender heraus, der soviel Falten hatte, als das Jahr Stunden besitzt, und der so klein geworden war, daß er einem ausgespitzten Bleistiftendchen ähnelte. Dieses Läppchen Haut begann ich zwischen den Fingern zu wuzeln, und glaubte, es werde nimmermehr eine feste Gestalt annehmen. Ich erinnerte mich dabei an den Greis, der unlängst bei Zenzi gewesen war und ihr soviel Mühe bereitet hatte, aber das Nudelchen wurde in meinen Fingern fleischiger und fester, und seine Falten glätteten sich, wie ein zerdrücktes Tüchlein unterm Bügeleisen sich glättet.

»Minett machen …«, kommandierte er in einer zornigen Weise.

Ich verstand den Ausdruck nicht, und wichste fleißiger.

»Minett machen …«, wiederholte er heftiger.

Und da ich noch immer nicht gehorchte, kreischte er mich an: »Zum Teufel, hinein! …! Verstehst du nicht …, Minett machen …«

»Entschuldigen Sie, gnädiger Herr …«, sagte ich schüchtern, »ich weiß nicht, was das ist, ein Minett …«

Er fand das nicht einmal lustig, sondern meinte knurrend: »In den Mund nehmen sollst du's …, blödes Ding.«

Ich tat, wie mir geboten war, und tat so fleißig, wie nur je, denn ich hatte Angst vor dem alten Mann. Wie erstaunt aber war ich, als sein Bogen sich kraftvoll spannte, kaum daß ich ihn nur ein wenig gezüngelt hatte. Er stieg und stieg immer höher. Mein Mund konnte ihn schon nicht mehr fassen, und als ich auf sein grobes »aufhören« den Kopf zurückbog und ausließ, schnellte ihm ein bombenfester Schweif gegen den Bauch.

»Vögeln«, schnarrte er, »schnell …, vögeln …, nicht so langsam …, solltest schon draufsein.« Er blieb auf dem Rücken liegen, und machte es mir so, dank meiner zahlreichen Vorstudien nicht schwer, zu verstehen, was er wollte.

Ich kroch also auf ihn hinauf und hatte Mühe, die Einquartierung, die er mir bot, nur halbwegs unterzubringen.

Ich wollte mich über ihn beugen, um mich festzuhalten und um ihm meine Brüste näher zu bringen. Er aber stieß mich zurück, und brummte: »Aufrecht sitzen!«

So mußte ich aufrecht bleiben, und mich an der Sofalehne halten, wenn ich nicht seinen Klotz tiefer im Leib haben wollte, als mir lieb war.

Er begann mich mit seinen Stößen zu heben. Rasch und kräftig stieß er zu und redete fortwährend dabei.

»So …, der werd' ich's zeigen …, Gott sei Dank …, ich kann noch Mädeln stemmen …, so …« Er flog höher und höher. »Die braucht sich nicht von andern ficken lassen …, so …, weil sie vielleicht einen alten Mann hat …, und wenn sie es tut …, mach ich's auch …, so …, so …«

Er redete noch allerlei Ähnliches, bis er unter mir zusammenschnappte und sich nicht rühren konnte. Ich mußte ihm ein Glas Wein holen, und lief, wie mir es die alte Frau angab, in den Ausschank vom heutigen Köllnerhof. Als ich zurückkam, lag er wie tot da und rührte sich nicht. Mein Schrecken war groß. Ich rief die Alte, die ihn mit Wasser besprengte und mich beruhigte. Sie kannte ihn.

»Das geht bei ihm immer so …, er kommt aber rasch wieder zu sich …«, meinte sie. Richtig fuhr er auf, blickte wild umher, und als er das Glas Wein bekam, leerte er es auf einen Zug.

Sofort war er wieder auf den Beinen, schaute mich böse an und gab mir fünf Gulden. Ich fühlte mich reich und hüpfte vor Freude in der Stube umher. Nun sah ich ein, was ich an meiner Muschel besaß, und ich beschloß, sie nicht mehr zu verschenken.

Eben als ich wieder auf die Straße wollte, kam Zenzi mit einem langen jungen Mann; und wie wir uns in der Küche trafen, flüsterte sie mir eilig zu: »Wart noch ein bissel …, geh nicht fort …«

Die Türe schloß sich hinter den beiden, und nach einer Weile hörte ich Zenzi fragen: »Soll ich meine Freundin rufen?«

Der Mann antwortete mit einer dünnen, zitternden Stimme: »Ja, ich bitte Sie recht sehr, tun Sie das …«

Zenzi lief aus dem Zimmer und holte mich: »Komm herein«, sagte sie, »der nimmt uns alle zwei, und der zahlt viel … Mit dem gibt's eine Hetz, wirst sehen …, du mußt aber alles tun, was ich dir sag' …«

Als wir hereintraten, erhob sich der junge Mann vom Sofa. Er war sehr blaß und hager, hatte einen tiefschwarzen Vollbart, der ihn noch bleicher erscheinen ließ und schwarze, traurige Augen.

Er verbeugte sich vor mir bis zur Erde, als Zenzi mich vorstellte: »Das ist meine Freundin Josefine …«

Ich staunte über den ernsten Ton, mit dem sie das sagte: aber wie wunderte ich mich erst, als der junge Mann meine Hand ergriff und sie küßte. Vor Verlegenheit lachte ich, und glaubte, er wolle einen Scherz mit mir treiben. Doch Zenzi stieß mich an, und zischte mich an:

»Nicht lachen …, ernst bleiben …«

Der junge Mann erhob sich vom Handkuß, und sagte leise, als ob er sich vor mir fürchten würde: »So jung, mein gnädiges Fräulein, und so streng …«

Zenzi schrie ihn an: »Das Maul halten …«

Er erschrak und stammelte: »Entschuldigen Sie …«

»Die Pappen halt …«, wiederholte Zenzi wütend. »Red bis du gefragt wirst …«

Ich erkannte sie nicht wieder. Ihr ewig lächelndes Gesicht war ganz verändert.

»Zieh dich aus!« herrschte sie ihn an.

»Aber nein«, unterbrach er sie mild, doch ohne den übertrieben demütigen Ton von früher, sondern ganz sachlich. »Aber nein, das kommt ja noch nicht …«

»Was denn …?« Zenzi sah ihn verlegen an.

»Erst kommt doch das mit den Fragen …«, flüsterte er eindringlich.

»Richtig!« Sie schlug sich vor die Stirne.

Sie ging von ihm fort, machte kehrt, und trat mit verfinsterten Mienen wieder auf ihn zu: »Du Lump!« schrie sie ihn an, »du Hund, du räudiger, du hast gewiß wieder an mich gedacht …, was?«

Er stammelte: »Gnädigste Komtesse …, ich hab' müssen denken …«

»Kusch«, unterbrach sie ihn, »gesteh, was hast du gedacht …«

Er stammelte heiser: »Gnädigste Komtesse lesen ja in meinem Herzen …, Sie werden ja selbst wissen.«

»Du Schwein, du miserables …«, donnerte ihn Zenzi an, »Du hast an meine Fut gedacht …, an meine Brust …, du Hurenkerl …, gesteh …«

»Ich gestehe …«, sagte er tonlos.

»Und du hast gedacht …, du Mistkerl …«, fuhr sie in demselben Ton fort …, »daß du auf mir liegen willst …, was? Du Lausbub …, und daß ich die Füße auseinander geb', und daß du mir den Schwanz hineinsteckst …, du Schuft du …, du hast gedacht, daß du mich puderst …, du Saukerl …, und daß du mit meinen Duteln spielst …, willst du gestehen, … du elender Fallott …?«

Er faltete bittend die Hände: »Ja, gnädigste Komtesse …, ich gestehe …, ich gestehe alles …«

»Und schämst du dich nicht vor der Prinzessin da?« Zenzi zeigte mit ausgestreckter Hand auf mich. Ich war von allem, was ich hörte und sah so stuff, daß es mir gar nicht auffiel, als Zenzi mich eine Prinzessin nannte.

»Ja, ich schäme mich …«, rief er leise und hob auch zu mir seine Hände.

»Knie nieder …«, befahl Zenzi.

Er warf sich sofort auf die Knie: »Ich bitte, verzeihen Sie mir, gnädigste Komtesse«, … flehte er inbrünstig, und zu mir gewendet bat er: »Auch Sie, erhabene Prinzessin, bitte ich um Verzeihung …«

»Nein …«, fauchte Zenzi, »keine Verzeihung …, erst die Strafe …«

Er wurde von einer leichten Röte überflogen. »Ja …«, stotterte er schnell, »erst die Strafe …«

»Zieh dich aus!« rief Zenzi.

Er legte sofort alle Kleider ab, und stand nackt vor uns. Sein Körper war außerordentlich weiß und zart. Bebend stand er da, mit gesenktem Haupt, und schaute Zenzi an, wie ein gepeitschter Hund.

Er stellte sich gehorsam zwischen Sofa und Kasten.

Zenzi begann sich zu entkleiden und auf einen Wink von ihr tat ich dasselbe.

»Na wart …, du Gauner …«, redete sie dabei, »du wirst uns sehen …, alles …, aber kriegen tust du nichts …, mich und die Prinzessin mußt du anschauen …, aber nicht rühren …«

Sie trat nackt auf ihn zu, mit ihren hochaufgerichteten Brüsten, mit zurückgeworfenem Kopf, ihre Augen funkelten, ihre Lippen zitterten. Sie war selbst aufgeregt.

Sie rieb ihm ihre Brüste an den Leib, rieb ihren Schoß gegen den seinigen. Dann mußte ich dazu treten und dasselbe tun. Er schaute uns traurig an, ließ die Arme hängen, und rührte sich nicht. Mich durchfuhr es wie ein elektrischer Funke, als ich meine Brüste gegen seine Brust wetzte. Sein Leib war brennend heiß wie Feuer und fühlte sich zart an, wie Samt. Und als ich meinen Venusberg gegen seine Haare rieb, bemerkte ich, daß seine Lanze trübselig herunterhing.

Was für Geschichten, dachte ich bei mir, wann wird das aufhören, damit er endlich dazu kommt uns zu vögeln? Denn auch in mir hatte sich die Geilheit schon geregt.

Zenzi zog mich von ihm fort. »Jetzt kommt die Strafe …, du Schwein …«, drohte sie.

Er verfolgte sie mit gierigen Blicken. Sie ging zum Kasten und holte zwei Ruten herunter.

»Kennst du das, du verdammter Satan …?« fragte sie, die Ruten schwingend.

»Ja, ich kenne das, gnädigste Komtesse …«, rief er schluckend.

»Weißt du, was jetzt geschieht …, du Hurenbankert …?«

»Jetzt kommt die Strafe, gnädigste Komtesse …«, entgegnete er schweratmend. »Strafen Sie mich, Komtesse …, ich verdiene es …, und auch Sie, erhabene Prinzessin …«, wandte er sich zu mir, »strafen auch Sie mich …« Zenzi gab mir eine Rute: »Hau fest zu«, flüsterte sie rasch. »Fest …«

»Heraus aus dem Winkel …, du Dieb …«, fuhr sie ihn an.

Er näherte sich ihr.

Klatsch! Im Nu hatte sie ihm mit der Rute eins quer über die Brust versetzt, daß ein dicker Streifen, wie ein rotes Band sichtbar wurde. Er zuckte zusammen, und ich sah, wie sein Schweif mit einem Ruck sich aufrichtete.

»Spürst du das, du Gauner, du Räuber, du Futschlecker …, du Laustanz …, du Beutel …, du Dreckfink …, du Vagabund …, spürst du das …?« Zenzi schlug drauf los und mit jedem Hieb kam ein neuer Schimpfname, mit jedem Hieb wurden Brust und Bauch röter.

»Ja …, ich spür' es …, gnädigste Komtesse …«, röchelte er, »ich danke … für die Strafe …, ich danke …, fester …, bitte …, züchtigen Sie mich fester … Aber die Prinzessin auch …, warum züchtigt mich die Prinzessin nicht …?«

»Hau zu!« schrie mich Zenzi an, und hob gegen mich die Rute. Ich erschrak und gab ihm einen sanften Streich über den Rücken. Seine Haut zuckte, aber er wimmerte: »Ach, ich bitte, die erhabene Prinzessin …, sie will mich nicht strafen …, ich spür' gar nichts …, ich bitte Prinzessin …, ich weiß …, ich bin unwürdig …, aber ich bitte um meine Strafe …, fester …«

Ich schlug stärker zu, und bemerkte, daß es mir Vergnügen machte.

»Danke …, danke …, danke …«, stammelte er.

»Maul halten …«, kommandierte Zenzi, »oder ich hau dir das Beuschel aus dem Leib.«

Wir schlugen jetzt im Takt. Zenzi vorn auf seine Brust und auf seine Schenkel, ich von hinten auf seinen Rücken und auf seinen Arsch, der bald rot angelaufen war, und je mehr wir schlugen, desto aufgeregter wurden wir, desto mehr Freude machte es uns, und desto besser zielten wir.

Er stand zitternd da und redete: »Verzeihung …, Verzeihung …, ich will nicht mehr an ihre schönen Duteln …, denken …, nein …, ach …, ach …, Verzeihung Prinzessin …, Ihre Brüste sind so schön und hart …, aber ich will's nicht mehr tun …, o …, welche Qualen …, welche Schmerzen …, ich will nicht mehr an Ihre Fut denken …, Komtesse …, ich hab' davon geträumt …, daß ich Ihnen das Jungfernhäutel zerrissen hab' …, gnädigste Komtesse …, aber ich weiß …, man darf das nicht …, und Sie Prinzessin …, ich hab' mir vorgestellt …, daß ich Sie gevögelt hab' …, aber ich weiß …, das darf nicht sein …, Verzeihung …«

»Niederknien«, gebot ihm Zenzi.

Er warf sich auf die Knie. »Da lieg' ich …, im Staube vor Ihnen …, Angebetete …, zertreten Sie mich …, ich sterbe …, in Demut …«

»Du darfst mir die Füße küssen. Hundskerl …«, knurrte Zenzi. Ich hörte zu schlagen auf. Er beugte sich herab und bedeckte ihre Füße mit glühenden Küssen. Dabei schmitzte ihn Zenzi auf seinen jetzt empor stehenden Popo, daß es nur so pfiff.

Er stöhnte und gurgelte: »Ach Komtesse …, zu Ihren Füßen …, Ihr Hund …, Ihr Sklave …«

»Küß die Fut …, du hast sie beleidigt …«, herrschte ihn Zenzi an.

Er richtete sich in den Knien auf und begrub seinen Kopf in Zenzis Schoß.

»Saukerl …, Zuchthäusler …, Taschendieb …, Galgenstrick …, Strizzi …«, schimpfte sie und bearbeitete dabei seine Schultern mit ihrer Rute.

»Wird mir …, die Prinzessin …, auch erlauben …«

»Erst schön bitten …«, gebot Zenzi.

Er drehte sich zu mir, faltete kniend die Hände und flüsterte: »Bitte …, bitte …, erhabene Prinzessin …«

»Schön aufwarten …«, verlangte Zenzi.

Er wartete auf, wie ein Hündchen, und mich wollte ein plötzliches Lachen überkommen, aber ein Blick von Zenzi scheuchte es fort.

»Nun zu ihr …«, befahl sie und gab ihm einen Stoß.

Er kam auf seinen Knien zu mir herangerutscht.

Wie er meine Füße mit seinen Küssen berührte, und ich seine pickenden, heißen Lippen auf meiner Haut fühlte, fuhr es mir bis in die Muschel, und ich drosch auf den Hintern von ihm, der in die Höhe gerichtet war, los, als sei er von Holz. Kleine, hellrote Blutstropfen sickerten aus seiner blauangelaufenen Haut hervor. Ich drosch weiter, von seinen Lippen gekitzelt.

»Erhabene Prinzessin …«, flüsterte er, »nie wieder soll die Niedertracht, die in mir steckt …, Sie beleidigen …, strafen Sie mich nur …, o Prinzessin …, Sie sind grausam …, grausam …, aber gerecht …, ich leide gern …, ich hab' es verdient.«

»Die Fut …«, schrie ihm Zenzi zu.

Er richtete sich auf, und preßte sein Gesicht in meine Schamhaare. Seine Lippen küßten jede Stelle. Und jeder Kuß ging mir mitten durchs Herz, denn ich hatte schon keinen anderen Gedanken, als mich hinzuwerfen und ordentlich behandelt zu werden. Wie er den Kopf senkte und auch meine Muschel erreichte, trat ich ein wenig mit den Füßen auseinander, damit er besser hinein könne. Aber er küßte nur mit den Lippen. Mit der Zunge tat er gar nichts. Und diese heißen Küsse machten mich noch viel geiler, als wenn er mich geschleckt hätte. Ich hörte zu schlagen auf, weil ich mit mir selbst beschäftigt war.

Augenblicklich ließ er von mir ab. Zenzi näherte sich ihm: »Auf!« gebot sie. Er stand auf.

»Machen Sie ein Ende …, gnädigste Komtesse …, machen Sie meiner Qual ein Ende …, Sie Grausame …«, flehte er sie an.

»Gut«, sagte sie eifrig, »ich will es tun. Wer soll vorn sein? Die Prinzessin oder ich …?«

»Bitte …, die Prinzessin …«, bat er, »wenn sie mir die Gnade erweisen will, die Prinzessin.«

»Also schau her«, unterwies mich Zenzi, »du nimmst seinen Beutel so …« Sie stellte sich vor ihm auf und nahm seinen Hodensack in die Hand, »und dann drückst du ihn fest …, aber nicht auf die Eier, sondern da …« Sie zeigte mir die Stelle, hinter den Eiern, wo der ganze Sack sich fassen und zuschließen läßt. »Und mit der andern Hand haust du ihn auf die Füß', auf die Schenkel, wo du halt hinkommst.« Ich befolgte ihren Rat. Er stand aufrecht da, die Hände über der Brust gefaltet und ich nahm seinen Beutel fest in die Linke, und schnürte ihn ab, daß mir die Finger weh taten. Sein Schwanz stieg noch steifer in die Höhe und schwankte hin und her, wie ein Rohr im Winde.

Mit der andern Hand schlug ich zu, und von rückwärts bearbeitete ihn Zenzi wie rasend. Hageldicht fielen ihre Streiche und sein Hinterer bebte jedesmal nach vorn, daß es zu fühlen war, und seinem Schweif jedesmal einen Rucker gab.

Der junge Mann schluchzte und schrie, und stammelte dazwischen, und auf einmal schleuderte er seinen Samen aus. Es kam so unvermutet, daß mir der weiße Saft direkt ins Gesicht flog.

»O Prinzessin«, rief er dabei, »o gnädigste Komtesse …«

Zenzi trischakte auf seinen Hintern los, als sie sah, daß er vorne spritzte. Wie aber der letzte Tropfen aus ihm herausgeklopft war, warf sie die Rute weg und ging zum Sofa, um sich hinzusetzen. Ich blieb auf dem Boden hocken, wie ich war, trocknete mir das Gesicht ab, und schaute, was er nun beginnen werde.

Noch immer glaubte ich, dieser sonderbare Mensch werde Zenzi oder mich vögeln. Er stand eine Weile ganz in sich versunken da, dann raffte er sich auf, und kleidete sich an. Hastig, ohne uns anzusehen, scheu, mit einem ermüdeten traurigen Gesicht. Wie er fertig war, ging er in den äußersten Winkel des Zimmers, wo ein wackliger Stuhl stand, dort machte er sich irgendwas zu schaffen, dann rannte er förmlich hinaus, ohne uns eines Blickes zu würdigen.

Kaum hatte er die Türe hinter sich geschlossen, als Zenzi aufsprang und mit einem Satz in den Winkel sprang. Dort lagen auf dem Stuhl zwei Zehner. Sie raffte sie zusammen, hielt in jeder Hand einen hoch, tanzte im Zimmer damit herum und gab mir zuletzt den einen.

»Was …? Das ist fein?« meinte sie, und ich, ganz perplex, war vollkommen ihrer Meinung.

Denselben Nachmittag noch ging mir ein Mann in einem Samtanzug nach. Er sah aus wie ein Italiener, hatte schwarze Augen, und wie es damals besonders bei Italienern und Franzosen üblich war, einen schwarzen Ziegenbart. Ich bog in die Seitenstraße ein, denn es war am Graben und erst zwei Uhr Mittag. In dem schon erwähnten Haustor wartete ich auf ihn. Er kam herein und nahm mich im finstern Torwinkel sogleich bei der Brust, die er aber mehr so abgriff, als untersuche er mich, als um zu spielen.

»Na, was ist?« fragte er.

Das fragten so ziemlich alle. Und ich sagte darauf: »Soll ich vorausgehen? Es ist nicht weit.«

»Wo?« fragte er.

»In der Schönlaterngasse …«

»Nein …«, meinte er, »ich will gar nicht zu dir kommen …«

»Gut«, sagte ich lächelnd, denn auch darauf war ich vorbereitet, »bleiben wir da …«

»Da?« Er war erstaunt.

»O ja«, beruhigte ich ihn, »auf der Stiege … da wohnt niemand …, da können wir alles tun …«

Er wollte auch das nicht. »Komm zu mir«, … verlangte er.

»Ist es weit?« Ich zeigte Mißtrauen. »O nein …, aber wir fahren mit dem Komfortabel hin …«

»Was krieg' ich denn?« wollte ich wissen.

»Sei nur ruhig …«, entgegnete er großartig, »du wirst reichlich bezahlt werden …« Und weil ich zögerte, fügte er hinzu: »So gut, wie noch nie …, ich zahl' besser als jeder andere …«

Er imponierte mir und flößte mir Vertrauen ein: »Gut«, sagte ich, »aber Sie müssen mir das Geld voraus geben …«

»Zu Haus …«, drängte er, »zu Haus kriegst du das Geld, wenn wir zur Tür hineinkommen.«

Wir verließen das Tor gemeinsam, und er rief, als wir durch ein paar Gassen gegangen waren, einen Komfortabel herbei. Wir stiegen ein und als wir losfuhren, fragte er: »Du glaubst gewiß, ich will dich vögeln?«

Ich lächelte ihn kokett an: »Was denn sonst?«

»Ich will ganz was anderes …«, sagte er geheimnisvoll.

Ich mußte wieder lächeln; und wollte klug sein: »Aha …, ich weiß schon«, sagte ich.

»Na was denn?« neckte er.

»Vielleicht in den Mund …?« riet ich.

»Nein …«, er lachte. »Was glaubst?«

»Von hinten …?« riet ich weiter.

Er schüttelte den Kopf.

Ich dachte, er werde sich so behandeln lassen wie der junge Mann, den wir mit Ruten gestrichen hatten.

»Wollen Sie sich schlagen lassen?« riet ich wieder.

»Herrgott, du kennst dich aber aus«, meinte er, »nein, auch das nicht …«

»Ja, dann weiß ich nicht …«, ich gab es auf.

»Photographieren will ich dich …«, sagte er.

»Photo …?«

»Ja, nackt photographieren, in allen möglichen Stellungen.«

Ich lachte. Ich war noch nie photographiert worden und glaubte, ich bekäme dann schöne Bilder von mir.

Wir kamen zu ihm. In einem neuen Vorstadthaus, tief in einem alten Garten versteckt, wohnte er. Vorne stand das Zinshaus, dann kam man durch den Hof, dann durch den alten Garten zu dem kleinen Haus, in dem er ein paar Zimmer und ein Atelier hatte.

Eine kleine dicke Frau empfing uns. Sie war blond, hatte eine gedrungene Gestalt, die in einem roten Schlafrock noch fetter aussah. Ihre Augen schienen mir unterkohlt zu sein. Sie sah mich grüßend an und meinte: »Die wird gerad recht sein …«

Der Photograph sagte: »Tummeln wir uns, damit wir das Licht benützen.«

Sie sagte: »Soll ich den Albert holen?«

Er: »Aber natürlich, wir können ja absolut nichts anfangen ohne ihn.«

Sie wollte fort, aber er hielt sie auf:

»Warte, ich hol' ihn selbst. Tut's euch lieber derweil herrichten.« Damit entfernte er sich durch den Garten. Die Frau sah ihm nach und meinte: »Jetzt fürchtet er sich schon wieder, ich könnt' mit dem Albert allein sein.«

Dann führte sie mich ins Haus, direkt in das Atelier, das mir mit seinem Glasplafond und seinen hohen Fenstern sehr gut gefiel. Sie öffnete eine Tapetentür, nachdem sie einen Schrank, der sie verborgen hielt, weggeschoben hatte. Wir traten in eine Kammer, in der nur ein kleines, hoch angebrachtes Fenster Licht einließ.

»Ziehn Sie sich aus …«, sagte sie zu mir.

Zu meinem Erstaunen aber begann auch sie ihren Schlafrock abzustreifen.

»Sie müssen alles ausziehen«, meinte sie, »nur die Strümpfe und die Schuhe können Sie anbehalten.«

Sie stand im Hemd vor mir und wartete, bis ich ganz bloß war. Dann kam sie dicht zu mir heran und musterte mich.

»Wie alt bist du denn?« Sie duzte mich auf einmal. »Vierzehn …?«

»Noch nicht«, gab ich Bescheid.

»Hat dir mein Mann schon gesagt, was er mit dir machen will …?«

»Ja …«

»Na also …«, meinte sie und streifte ihr Hemd ab. »Das übrige wirst du schon sehen.«

»Wird er Sie auch photographieren?« fragte ich erstaunt.

Sie lachte: »Natürlich …, bis jetzt hat er überhaupt nur mich photographiert, weil wir noch kein anderes Frauenzimmer aufgetrieben haben. Denn erstens ist es viel zu gefährlich und zweitens waren alle zu teuer …«

»Was krieg' ich denn?« erkundigte ich mich.

»Sei nur ruhig …«, vertröstete sie, »du wirst zufrieden sein.«

Ihr gutmütiger freundlicher Ton gefiel mir.

»Ich bin ja ruhig«, sagte ich lächelnd.

»Er hätt' sicher keine andere genommen«, erzählte sie redselig, »aber er hat eine Bestellung, zu der braucht er ein junges Ding, wie du eins bist …«

»Sie sind ja auch noch jung …« Ich meinte ihr dieses Kompliment machen zu müssen.

»O ja …«, lachte sie, »da schau …, hier so eine große Brust, steht sie noch fest genug, was?«

Sie nahm ihre Brüste und wog sie in den Händen. Sie waren breit und fest und standen so stark zur Seite, daß man glauben konnte, die beiden Himbeeren wollten zwischen den Armen durch nach rückwärts schauen, wer wohl von hinten käme.

»Schön sind sie …«, sagte ich anerkennend.

»Greif her …«, lud sie mich ein.

Ich mußte ihren Busen in die Hand nehmen, er war wirklich hart und elastisch.

»Nur der Bauch ist ein bissel dick …«, sagte sie.

»O nein«, beruhigte ich sie.

»Und die Schenkel …« Sie klatschte sich aufs Fleisch und lachte. »Wenn mich der Albert sieht«, fuhr sie fort, »wird er gleich geil.«

»Das glaub' ich …«

»Aber mein Mann ärgert sich …«, lachte sie. »Ja was wär's denn, wenn er ihm nicht stehen möcht' …? Da könnt' er uns doch gar nicht photographieren?«

Nach diesen Worten begann ich doch zu ahnen, was hier vor sich gehen sollte. Gleich darauf kam der Mann zurück, und rief uns heraus. Wir traten in das Atelier und da war noch ein Bursch von etwa achtzehn Jahren. Er mochte Laufbursche, Stallpage, oder so etwas dergleichen sein. Denn er hatte ein sonnverbranntes und verfrorenes Gesicht mit kleinen dicken Ohren und einer roten, ziemlich dicken Nase. Er war schlank, aber kräftig und im ganzen nicht schlecht gekleidet. Mir wenigstens gefiel er ganz gut.

Der Herr Capuzzi, so hieß der Photograph, schickte den Burschen, in dem ich den herbeigerufenen Albert erkannte, sogleich in das Ankleidezimmer.

»Tummel dich«, rief er ihm nach, dann begann er mich zu mustern.

»Ist gar nicht schlecht …«, meinte er zu seiner Frau, »he?«

»Ja«, antwortete sie ihm ernst, »es ist gerade das was du brauchst …«

»Wie die Duterln noch ganz hoch sitzen«, meinte er.

»Sie sind noch nicht ganz heraußen …«, erklärte die Frau.

»Und gar keine Hüften noch«, konstatierte Capuzzi.

»Auch noch so wenig Haare …«, zeigte ihm die Frau, auf meine Muschel deutend.

Sie waren zufrieden mit mir und Capuzzi versprach, daß ich es auch sein solle. Er richtete seine photographischen Apparate, fuhr mit dem Kopf unter das schwarze Tuch, und ich sah ihm gespannt zu.

Inzwischen kam Albert aus dem Zimmer, und war nackt. Er lächelte mich an, weil ich wie gebannt auf sein Bajonett schaute, das er schon aufgepflanzt vor sich hertrug.

Frau Capuzzi lachte hell auf und rief: »Er steht ihm richtig schon wieder …«

Capuzzi knurrte: »Sei ruhig …«

Albert war sehr schön gebaut. Ich bewunderte seine gewölbte Brust, den eingezogenen Bauch, die von Muskeln geschwellten Arme und Schenkel, und vor allem den dicken geraden Solomuskel, der aus seinen Bauchhaaren emporstieg.

Capuzzi sagte: »Also fangen wir an.«

Er schob eine kleine, teppichbehangene Bank ohne Lehne herbei und meinte: »Zuerst also du, Melanie, Albert und du – wie heißt du?« setzte er zu mir gewendet hinzu.

»Peperl«, sagte ich.

»Also Peperl …, Albert setz dich in die Mitte …«

Er tat es.

»So …, jetzt Melanie rechts zu ihm, und Pepi links zu ihm …«

Wir beeilten uns.

»So, und jetzt nimmt jede den Schweif in die Hand …«

Wir griffen zu.

»Albert …«, rief Capuzzi. »Sie müssen aber auch etwas tun … Geben Sie die beiden Arme um die Schulter …, still …, einen Moment …«

Er verschwand hinter dem schwarzen Tuch:

»So …«, rief er hervor, »nicht bewegen. Melanie schau den Albert an …, du Pepi auch …, und du Albert schau in die Höh' …, verdreh die Augen …«

Wir befolgten seinen Befehl. Alberts Schweif, von unseren beiden Händen umklammert, sah nur noch mit dem Spitzel hervor.

»Eins …, zwei …, drei …, vier …, fünf …, sechs …«, zählte Capuzzi. »Fertig.«

Wir sprangen auf.

»Eine neue Stellung«, befahl er.

»Was für eine …?« fragte die Frau.

»Leg dich nieder, Albert …«, befahl Capuzzi.

Albert legte sich auf die schmale Bank, seine Füße hingen vom Knie an herab.

»Melanie …, stell dich drüber …«

Die Frau bekam rechts und links einen Polster, auf den sie steigen konnte.

»Beug dich über ihn …«, rief Capuzzi.

»Das haben wir ja schon oft gehabt«, rief die Frau.

»So nicht …, wirst schon sehen …«, wandte er ein.

Sie beugte sich vor, stützte die Arme auf und ihre Brüste hingen gerade über Alberts Gesicht.

»Albert, nimm die Brust in die Hand …«, sagte Capuzzi. Albert ergriff die beiden runden Dinger und begann an den Warzen zu spielen.

»Er regt mich schon wieder auf …« rief Frau Capuzzi.

»Albert …«, schrie der Photograph, »ruhig mit der Hand, sonst werd' ich dir helfen.«

Er hielt die Brüste ruhig in seiner Hand. Aber jetzt war es Melanie, die sich schaukelte und so ihre Duteln an Alberts Händen rieb.

»Da schauen S'«, sagte Albert, »jetzt spielen Sie ja selber …«

»Melanie!« Der Photograph sagte es im vorwurfsvollen Tone.

»Na ja …«, meinte sie, »wenn ich jetzt schon aufgeregt bin.«

»Peperl …«, wandte er sich zu mir, »nimm jetzt den Schweif und steck ihn hinein …, laß aber die Hand nicht los.«

Ich ergriff Alberts Flaggenstange und richtete sie auf. Mit der anderen Hand suchte ich den Eingang von Melanie. Aber sie kam mir zuvor, griff hin, und steckte sich den Pfropfen selbst ins Spundloch.

»Ach …«, seufzte sie dabei …, »ach …, die Quälerei geht schon wieder an …«

»Nicht so tief, Melanie«, ermahnte ihr Mann, man muß die Hand von der Peperl sehen …«

»Vielleicht so?« fragte sie, hob den Popo, daß der Schweif nur mehr bis zur Eichel drin war.

»So ist's recht …«, stimmte er bei.

»Aber nein«, rief sie, »so kommt er mir ja aus«, und wieder senkte sie ihren Helm über dieses Haupt tief hinab.

»Nichts …«, brüllte ihr Mann, »höher …, zum Teufel …« Sie zog sich zurück und sagte: Meinetwegen …, aber ich glaube, so wär's auch ganz schön …«, und wieder stieß sie sich ihn herein.

Der Mann sprang herzu und hieb ihr eins über das Gesäß, daß es nur so klatschte. »Du vögelst ja, du Luder …«, schrie er sie an, »aber mich betrügst du nicht …«

»Das ist auch gevögelt …«, antwortete sie gereizt, »sobald er nur drin steckt …, ist es gevögelt …!«

»Nein«, ereiferte er sich, »wie oft habe ich dir das schon erklärt …, daß wir nur Stellungen …, das nennt man nur markieren. Markieren ist gestattet …, aber nie werde ich erlauben, daß meine Frau sich von einem anderen vögeln laßt.«

Damals leuchtete diese blödsinnige Unterscheidung mir und allen Beteiligten ein. Heute muß ich über den wunderbaren Ehemann lächeln.

Ich hielt Alberts Nagel und fühlte, wie er pulsierte, und langsam fuhr ich so hoch hinauf, daß ich mit der Hand auch die Muschelränder von Melanie berührte, und da fühlte ich, wie sie ihre Klappe jede Sekunde zusammenzog, wodurch Albert natürlich sehr gereizt werden mußte.

»Dauert's noch lang?« fragte Melanie.

»Nein …, schau in den Apparat hinein …, lächle …, Pepi du auch …, so …, eins …, zwei …, drei …, vier …, fünf …, fertig!«

Melanie sprang von Albert hinunter. »Gott sei Dank«, rief sie, »das hält man ja nicht aus.«

Albert lag regungslos da.

»Jetzt umgekehrt …, die Pepi hinauf …«, befahl der Photograph.

Ich nahm die Stellung ein, die Melanie verlassen hatte.

»Melanie …, jetzt steckst du ihn der Peperl hinein …«, befahl der Mann.

»Soll ich ihr die Brust anpacken …?« fragte Albert.

»Aber ja …, was fragst denn noch?« ermunterte der Photograph.

Albert legte seine Hände auf meine Brust. Wir lächelten uns an, und er spielte sich damit.

Herr Capuzzi kümmerte sich gar nicht darum.

Da führte mir seine Frau den Stachel ein.

Albert und ich lächelten uns verständnisvoll an, dann fing er an zu stoßen und ich flog auf und nieder, so daß Melanie ihre Hand fortziehen mußte. Sie gönnte uns aber die Sache nicht, sondern rief gleich: »Da sagst du nix …, was? Die dürfen machen was sie wollen …«

»Ruhig, Kinder …«, gebot uns Capuzzi, und zählte wieder: »Eins, zwei, drei, vier.«

Wir verhielten uns ruhig. Melanie griff wieder an Alberts Schweif, daß es aussah, als leiste sie uns Beihilfe.

»Fertig«, meldete Capuzzi.

Jetzt legten wir wieder los und vögelten. Aber Melanie wurde böse: »Albert …«, schrie sie ihn an, »wirst du aufhören …«

»Wirst du aufhören …«, brüllte mir Capuzzi zu. Und weil das nichts half, riß er mich von meinem guten Platz herunter.

»Das verbitt' ich mir«, sagte er, »das könnts ihr später tun …, wenn ihr wollt.«

Er begann eine neue Gruppe zu bauen, wie er sich ausdrückte.

Albert mußte auf seiner Bank liegenbleiben. Melanie kniete vor ihm und nahm seinen Schwanz in den Mund.

»Nur das Spitzel …«, sagte Capuzzi, »nur markieren …«

Ich stellte mich über seinen Kopf und reichte meinen Freudenkelch seinen Lippen dar. Albert schlug mit seiner Zunge einen Triller an meinem Kitzler, der mir bewies, daß er ein Künstler war, und mich von Wonne hin- und herwetzen ließ. Aber gleich darauf war er ruhig und markierte nur.

Melanie machte mir Konkurrenz. Ich sah es an ihren Wangen und an dem Zucken von Alberts Nudel, daß sie das Stückchen Mehlspeise, das ihr ihr Mann gönnte, heimlich mit ihrer Zunge streichelte. Sie schnaufte sehr, und blinzelte zu ihrem Mann angstvoll hinüber. Als dieser hinter das schwarze Tuch tauchte, benützte sie die Gelegenheit, sich den Zapfen bis auf den Grund zu bohren.

Gleich darauf hieß es wieder: »Eins …, zwei …«, usw., dann: »Fertig!«

Albert verabschiedete mich mit einem Zungentriller.

»Umgekehrt«, befahl Capuzzi.

Ich war es jetzt, die auf Alberts Schweif kam, und ich nahm ihn bis ans Heft in den Mund, wobei ich ihm so wohltat, daß er erkennen mußte, ich verstünde mich auf die Kunst der Zunge ebenso wie er.

Melanie hockte auf seinem Mund. Und ich konnte an Alberts Bewegungen sehen, daß er nicht bloß markierte. Melanie hielt gewaltsam an sich, um sich nicht zu bewegen. Dennoch sah ich, wie ihre Flanken bebten, wie sie die Augen rollte, und wie sie sich fester und fester auf Albert niederließ.

»Melanie«, rief ihr Mann, »du könntest mit deinen Duteln spielen …, mach so, als ob du dir die Warzen küssen wolltest.«

Sie hob ihre Brüste und senkte den Kopf und benützte die Gelegenheit, um ein bißchen hin- und herzuwetzen. Dabei mußte ihr Kitzler aus Alberts Mund geglitten sein, denn es gab plötzlich einen schmatzenden Laut.

Capuzzi hörte ihn, sprang hinzu und sagte wütend: »Albert, mir scheint, du schleckst wirklich …?«

»Aber nein …«, gurgelte Albert unter seiner Last hervor.

»Ich rat' dir's nicht …«, wiederholte Capuzzi, bückte sich, und trachtete herauszubekommen, wie sich Albert verhalte.

»Aber nix macht er«, rief Melanie unwirsch.

Capuzzi sah ihr ins Gesicht: »Du bist ja ganz aufgeregt …«, sagte er drohend.

»Natürlich«, versetzte sie, »ich bin immer aufgeregt dabei …, man ist ja nicht von Holz. Tummel dich, daß wir fertig werden.«

Während Capuzzi aber zum Apparat zurückging und unter das schwarze Tuch schlüpfte, machte Melanie ein paar schnelle Wetzer, indem sie mir dabei zutuschelte, und Albert schlug ihr seinen Zungenwirbel in ihre Maultrommel. Capuzzi aber war rascher fertig als sie. »Eins, zwei«, klang es vom Apparat her und sein »Fertig« scheuchte uns auseinander.

»Was jetzt«, fragte Melanie, die mit bebenden Brüsten und keuchendem Atem dastand.

»Leg du dich hin …«, sagte ihr Mann.

Sie tat es sofort.

»So«, meinte er. »Jetzt soll sich die Peperl dir am Mund setzen und der Albert soll sich auf dich legen.«

»Nein«, protestierte sie, »ich mag der ihre Fut nicht schlecken.«

»Das brauchst du auch gar nicht …«, erwiderte er, »du sollst ja nur markieren.«

»Ach was …, ich mag's halt nicht beim Mund …«, antwortete sie.

»Na, soll sich die Pepi hinlegen …«, schlug er vor, »und du gehst auf sie.«

Aber sie wollte die Aussicht nicht aufgeben, seinen Schweif zu kriegen. »Weißt was«, sagte sie, »die Peperl könnt' mir ja am Busen spielen, das sieht unschuldiger aus.«

Er war einverstanden.

Ich kniete neben ihr auf den Boden, nahm ihre Brust in beide Hände und setzte meine Lippen auf ihre Himbeere. Was ich konnte, tat ich und ich half ihr sogar zu einem kleinen Genuß. Von meinem Kuß angeregt, fing sie zu zucken an, sie hupfte mit ihrem Popo in die Höhe und stieß sich so Alberts Balken ein paarmal tief in den Leib.

Mit einem Schritt war Capuzzi bei ihr und gab ihr eine Ohrfeige. »Kannst du das Vögeln nicht lassen? Du Luder, du …«, schrie er sie an.

»Ich mach' ja nix …«, kreischte sie auf.

»O ja«, sagte er wütend, »immer machst du's so …«

»Du grober Ding du …«, jammerte sie, »die Pepi suzelt mich an der Brust und deshalb hab' ich so hupfen müssen …«

»Hör zu suzeln auf …«, befahl er mir, und zu seiner Frau gewendet schimpfte er weiter: »Das sind Ausreden …, immer probierst du, ob du mit dem Albert nicht pudern kannst …, ich weiß schon …«

»Laß mich gehen …«, schalt sie, »es ist kein Wunder, daß man sich rührt, wenn einem so ein dicker Schweif angesetzt wird …«

»Na, na …«, meinte er, »du wirst's erwarten können …, ich mach' dir's dann gleich.«

Damit verschwand er hinter seinem Tuch. Eins, zwei, und er war fertig.

»So«, meinte er, »ich muß in die Dunkelkammer …, aber das sag' ich dir …, wenn du dich unterstehst und machst was …, derschlag ich dich …«

Er ging in einen Nebenraum.

»Jesus …«, seufzte Melanie, »das ist mir eine Marter immer …«

Albert meinte lächelnd: »Ich hätt' auch nichts dagegen, wenn ich mir's schon kommen lassen könnt.«

»Mein lieber, süßer Albert …«, flüsterte sie, »möchst du mich nicht einmal pudern?«

»O ja …«, antwortete er, »sehr gern möcht' ich's …, aber es geht nicht …«

»O Gott, o Gott«, jammerte sie zu mir, »du glaubst gar nicht, wie gern ich den Burschen hab' …, du glaubst gar nicht, wie ich mir das wünsche, daß er mich einmal, ein einzigesmal vögeln möcht' …«

»Na, warum tun Sie's denn nicht?« fragte ich erstaunt.

»Es geht ja nicht …«, klagte sie.

»Jetzt«, schlug ich vor, »machen Sie's g'schwind jetzt …«

»O je …«, sie schüttelte den Kopf, »das möcht' er ja gleich sehen …«

»Wieso?«

Sie deutete auf die Tür, durch die Capuzzi verschwunden war.

»Durch das gelbe Glas durch, da sieht er alles …«

Ich bemerkte jetzt erst die kleine dunkle Scheibe, die in die Tür eingelassen war.

»Das ist es ja«, sagte sie tief bedauernd, »zwei Monate arbeiten wir schon so …, was Albertl …? Seit zwei Monaten spür' ich seinen Schweif …, hab' ihn in der Hand und im Mund und zwischen der Brust, und in der Fut, und im Arsch …, und überall …, immer nur das Spitzel …, immer nur den Anfang …, man möcht' verrückt werden …«

Albert pflichtete ihr bei: »Dös ist nicht recht …, wenn er nicht will, daß ich seiner Frau was mach', soll er mir's nicht herlegen …«

»Natürlich«, stimmte ich zu, »das ist gemein …«

»Nicht wahr …«, meinte er. »Nackend laßt er mich's anschauen. Und bei den Duteln laßt er mich's nehmen …, und die Fut kenn' ich schon so, als hätt' ich's sechzigmal gefickt …, und nie hab' ich was machen dürfen …, das gibt's ja nicht …«

»Wie hast du dir's denn kommen lassen?« erkundigte ich mich.

Er wurde rot und schwieg.

»G'wiß hast dir's selber herunterg'rissen …?«

»Ah nein …«, sagte er verlegen.

»Na, wie denn?« forschte ich weiter.

»Auf italienisch …«, sagte Melanie lachend.

»Wie ist das?« fragte ich neugierig.

»Wirst es schon sehen …«, sagte sie, »vielleicht photographiert ihn mein Mann wieder einmal dabei …«

Capuzzi kam heraus: »Die eine Stellung ist verpatzt«, sagte er, »die muß noch einmal gemacht werden …«

»Welche denn?«

»Die letzte …, da bist du schuld …«, knurrte er seine Frau an, »weil du gewackelt hast …«

Sie legte sich noch einmal hin. Albert steckte ihr nochmals seine Schwanzspitze hinein. Ich nahm sie nochmals bei der Brust. Als er »Fertig« rief, begann er ungeniert zu remmeln. Nur drei, vier Stöße, aber sie waren so heftig, daß Melanie aufschrie: »Jesus, Maria …«

Capuzzi schleuderte ihn mit einem Griff weg, daß er beinahe umgefallen wäre. Aber Albert lachte verschmitzt. »Ich vögel' sie doch einmal …«, sagte er dabei.

»Nie«, schrie Capuzzi wütend.

Melanie aber kreischte: »So komm doch du wenigstens her …, ich halt's ja nicht aus.«

Capuzzi schäumte: »Da soll man arbeiten …, und was zusammenbringen …, erst recht nicht …, wart …«

Melanie griff sich mit den Fingern an der Spalte herum: »Komm her …, komm her, oder ich ruf' den Albert …«

»Schaut's, daß ihr hinauskommt's …«, herrschte Capuzzi mir und Albert zu.

Wir ließen uns das nicht zweimal sagen, und schlüpften ins Ankleidezimmer, wo wir uns gleich auf die Erde warfen.

»Ah …«, sagte Albert, »ich bin froh, daß du da bist …, ich bin froh …, da kann ich wenigstens einmal ordentlich pudern …, ah …, gib's her …, da brauch' ich's mir nicht so kommen lassen …, wie sonst …, ah …, eine gute kleine Fotz hast du …, so ist's gut …, rühr' dich nur …, wart …, wart …, die Dutel …, so …, ich küss' dir die Dutelwarzeln …, fest …, ja …«

»Ich wart' auch schon die ganze Zeit darauf …«, rief ich, »das macht mich so geil …, das probieren …, fester …, ah …, gut is dein Schweif …, so lang …, und so warm …, fester, ja … spritz …, spritz nur …, ah …, wie wohl …, noch? Ah …, zweimal ist mir's gekommen.«

Wie wir fertig waren, hörten wir noch drinnen Capuzzi und Frau einander bearbeiten. »Nein …, nein …«, flüsterte sie, »… noch nicht spritzen …, noch nicht …, ich hab' noch nicht genug …, noch mehr …, gib mir mehr …«

Er brummte: »Was …, du möchst aber doch lieber den Albert …, was?« – »Ich scheiß' auf ihn …«, quakte sie deutlich genug, »du bist mir der liebste …, fick nur …, gib mir deinen Mund …, deine Zunge, ach, ach …« Das andere war nur ein Geröchel.

Dann fragte Herr Capuzzi wieder: »Darf ich jetzt spritzen …? Du machst mich so hin …, ach …, deine Brüste …, kann ich jetzt?«

Und sie: »Ja …, spritz nur …, jetzt …, so …, und jetzt kann der Albert herumwetzen, wie viel er will …, jetzt reizt er mich nicht mehr …, ah …, ah …, das ist süß …«

»Warum reizt er dich denn?« fragte Capuzzi eifersüchtig.

Sie waren beide fertig und plauschten noch.

»Aber er reizt mich doch nicht«, beschwichtigte ihn seine Frau, »wenn er mit seiner Nudel da ist, oder wenn ich ihn in den Mund nehm, oder wenn er mich schleckt, dann denk' ich ja nur an dich …, der Albert ist mir wurscht …«

Albert lachte: »Schmarn«, sagte er, »sie lügt ihm ja was vor …, du hast ja genau gehört, wie sie auf mich geil ist …, sie hat uns es ja selbst gesagt …«

»Freilich«, bestätigte ich ihm. »Aber warum hast du sie nicht schon längst einmal gepudert …, das müßte doch möglich sein?«

»Es ist unmöglich …«, erklärte Albert.

»Warum …?«

»Weil der Kerl zu viel aufpaßt …«

»Aber wenn er nicht zu Haus ist …?« meinte ich.

»Ah was …«, Albert schüttelte den Kopf. »Der ist schlau, man weiß ja nie, wo er ist …, und jeden Augenblick kann er da sein.«

»Na, und wenn schon …«, lachte ich.

Albert wurde ernst: »Das ist nicht so …, der derschlagt mich und sie …, das ist er imstand …, der Katzelmacher, der! Der hat mehr Kraft als ich …«

»Aber geh«, meinte ich zweifelnd.

»Wart nur …«, sagte Albert, »bis du den einmal nackend siehst …«

»Wieso?«

»Na«, erklärte er mir, »manchmal laßt er sich von der Frau photographieren.«

»So …? Das sollt' er jetzt mit mir tun …«, wünschte ich.

»Weißt du …«, fragte Albert, »wie oft der seine Frau vögelt alle Tag?«

»Na, wie oft denn?«

»So sieben- bis achtmal, meine Liebe …«

»Da könnt' sie wohl genug haben …«, entschied ich.

»Freilich«, meinte Albert, »aber er ist ihr schon zu fad …«

Wir wurden wieder hereingerufen.

»Eine neue Gruppe …«, sagte Capuzzi. Er war im Hemd und in Unterhosen und hatte ein erhitztes Gesicht. Melanie hatte rote Flecken auf der Brust, rote Ohren, aber sie lachte befriedigt und ihre Augen glänzten.

»O je«, lachte sie, »die zwei haben's auch gemacht.« Und sie ergriff Alberts herabhängenden Wedel, und zeigte ihn ihrem Mann.

Dann kam sie zu mir und flüsterte mir zu: »War's gut?«

»Wunderbar«, gab ich zurück, um ihr Lust zu machen, »der kann's.«

»Ja, was tun wir denn?« meinte Capuzzi, »wenn er dem Albert nicht mehr steht …?«

»Produzier halt du dich …«, riet ihm Melanie, »werd' ich dich photographieren.«

Capuzzi streifte die Kleider ab, und ich verschaute mich in eine riesige Brust, die ganz dicht behaart war, in seine fabelhaften Arme, und in die kolossale Rübe, die schwankend und ganz dunkelfarbig unter seinem Bauch aufwuchs.

Er kam auf mich zu, aber Melanie rief: »Halt …, das gibt es nicht …, mach die Buserantenstellungen mit dem Albert, aber laß das Mädel gehn …«

»Die Buseranteng'schichten haben wir schon …«, sagte er, »da wär's schad um die Platte.«

»Ich will nicht, daß du mit dem Mädel da …«, keifte sie.

»Lächerlich«, meinte Capuzzi, »wenn ich dich mit dem Albert markieren lass' …, werd' ich doch mit der Pepi markieren dürfen …«

»Nein«, rief Melanie eigensinnig, »du wirst geil auf sie.«

»Keine Spur …«, verteidigte er sich, »höchstens …«, fügte er hinzu, »höchstens …, mach' ich's dir noch einmal …«

Das paßte ihr: »Aber nur markieren …«, gebot sie.

Ich legte mich auf das Bänkchen und mußte die Füße sehr weit spreizen, damit er dazwischen könne.

»Ah nein«, sagte Capuzzi, »das machen wir so!« Und er hob meine Beine hoch in die Höhe, daß die Knöchelgelenke auf seinen Schultern lagen.

»Jetzt«, rief er seiner Frau zu, und schob mir seinen Riesenklöppel bis über die Eichel hinein.

»Nicht so tief …«, schrie Melanie, »nicht so tief.«

Ihr Verbot war überflüssig, denn was ich bei mir hatte, füllte mich ohnehin beinahe aus. Dazu kam noch, daß Capuzzis Schweif nicht ganz steif war, als er ihn bei mir einführte. Erst in meiner Höhle erholte er sich von der eben absolvierten ehelichen Strapaze wieder, und ich hatte den Genuß zu spüren, wie er größer und größer wurde. Das ersetzte mir die Bewegungslosigkeit, die vom Markieren herkam.

»Fertig«, meldete Frau Melanie.

Er ließ mich los und arrangierte eine andere Gruppe. Das heißt, er setzte sich in einen Stuhl, nahm mich auf seinen Schoß, aber so, daß ich mit dem Rücken an seiner Brust lehnte, und mit dem Gesicht in den Apparat schaute. Mit den Händen fuhr er mir unter den Achseln durch und umpreßte meine Duteln, und seine Rübe pflanzte er in meinen Garten. Ich wollte auf- und niederwetzen, aber er flüsterte mir zu: »Nicht jetzt …«

»Fertig«, rief die Frau aus dem Apparat hervor.

Eine dritte Gruppe sollte gebildet werden, aber da man dazu den Albert gebraucht hätte, und seine Stange absolut nicht aufzurichten war, so wurde die Sache auf ein anderesmal verschoben. Capuzzi bestellte mich auf den übernächsten Tag, gab mir fünf Gulden und entließ mich.

Ich ging in die Stadt. Am Graben traf ich die Zenzi und ging mit ihr ihn die Schönlaterngasse, um ihr das verdiente Geld zu zeigen und die Sache mit dem Photographen zu erzählen. Sie hatte inzwischen niemanden gehabt. Meine Schilderung von den verschiedenen Gruppen und Stellungen regte sie sichtlich auf.

»Fix Laudon …«, rief Zenzi, sich auf das Sofa werfend, »Fix Laudon …, von dem Reden bin ich so viel aufgeregt …, wenn ich nur jetzt pudern könnt' …«

Und in diesem Punkt war ich ihrer Ansicht. Ich kroch zu ihr aufs Sofa. Zenzi lag da und hatte glänzende Augen und ihre Brüste bebten. Sie kam mir heute überhaupt anders vor als gewöhnlich. Lang nicht so willenlos und so gefügig, wie zu Hause. Ich legte mich zu ihr und wir spielten uns gegenseitig mit unseren Duteln eine Zeitlang. Ich wollte mich schon auf sie hinaufschwingen, als sie mich mit dem Ausruf: »Äh …, das ist ja nix …«, fortstieß und in die Küche hinausrief: »Sagen S' Frau Böck …, ist der Karl nicht da?«

Die Alte öffnete die Tür: »Ja, der Karl ist da …, was wollen S' denn von ihm?«

»Rufen S' ihn nur herein …«, sagte Zenzi.

»Was wollen S' denn?« beharrte die Alte.

»Fragen S' nicht«, sagte Zenzi so befehlhaberisch, wie ich sie noch nie gehört hatte. Ich lernte überhaupt neue Seiten an ihr kennen. »Fragen S' nicht, sondern rufen S' ihn!«

Die Alte verschwand.

»Wer ist denn der Karl …?« fragte ich.

»Na derer Alten ihr Enkel ist er«, erklärte mir Zenzi, indem sie aus ihrem Kleid was herausnahm, und sich wieder auf das Sofa legte.

»Und was willst du von ihm …?«

»Vögeln soll er …«, sagte sie glühend.

Die Türe ging auf und ein junger Mensch von sechzehn oder siebzehn Jahren kam herein. Er war sehr hübsch, hatte feine Züge, aber sie waren von der Magerkeit verschärft und gespitzt, und der ganze Bursch sah verkommen aus. Er rauchte eine Zigarette, grinste, als er uns sah, und ich mußte an die saubere Gesellschaft denken, die immer mit der Burgmusik läuft.

»Servus Karl …«, sagte Zenzi, »da hast einen Gulden …, mach mir's einmal.« Karl kam zum Sofa herangeschlendert, nahm den Gulden, besah ihn von allen Seiten, steckte ihn ein, und begann nachlässig mit der Brust von Zenzi zu spielen. Dabei schaute er mich prüfend an.

»Besinn dich nicht so lang …«, rief Zenzi.

Er knöpfte die Hose auf, und Zenzi stieß mich an: »Schau dir die Nudel an, die der Bursch hat …, so was gibt's nicht …«

Karl grinste mir zu, und ich richtete mich auf, um seinen Nothelfer zu begutachten. Aber Gott steh mir bei, so was hatte ich wirklich noch nicht gesehen. Bis auf den Nabel und höher hinauf noch reichte dieser Balken, und hatte eine Dicke, die ihn beängstigend machte. Der Kopf allein war größer, als bei anderen der ganze Stempel.

»Na«, meinte Zenzi, »der ist doch einen Gulden wert …?«

Karl warf die Zigarette weg, und legte sich auf Zenzi.

»In Gottes Namen …«, sagte er.

Zenzi rutschte hin und her unter ihm und bat: »So komm doch …, komm!«

»Steck dir'n selber hinein …«, brummte er grob.

Zenzi fuhr mit den Händen hin, und brach gleich darauf in wollüstiges Kreischen aus: »Ach …, ach, fickerl mich …, nicht so fest …, ach …, mir kommt's …, ach …, mein lieber Karl …, dich hab' ich gern …, bei dir möcht' ich bleiben …, Bester …«

»Ich pfeif' auf dich …«, zischte er, während er seine Kanone rasch hin- und herschob. Zenzi bäumte sich unter ihm: »Was fickst mich denn dann?« keuchte sie. Er stieß zu und antwortete: »Weilst ein Gulden gibst …, wenn mir die Großmutter ein' Gulden gibt, vögel ich sie auch …«

Zenzi arbeitete mit ihrem ganzen Aufgebot und Karl stieß in sie hinein, als sei er beleidigt worden. Mich regte die Sache so auf, daß ich mir es auch zu überlegen anfing, ob ich einen Gulden zahlen solle.

Aber Karl machte dem Dilemma ein Ende, indem er sich sofort empfahl, nachdem seine Aufgabe erledigt war.

»Bleib da …«, bat ihn Zenzi.

»Laß mich aus …«, sagte er grob.

»Warum willst denn nicht noch ein bissel bei mir bleiben?«

»Weil du mir zu fad bist …«, antwortete er. »Servus …«, und er verschwand.

Zenzi nahm ein Glas vom Tisch und schleuderte es hinter ihm her: »Strizzi …, elender …«, schrie sie. Das Glas sprang am Türfutter in Scherben. Zenzi weinte.

Ich hatte sie nie vorher so gesehen. »Das ist der einzige …, der einzige …, den ich gern hab' …, den Lumpen den …«, schluchzte sie, »und ich lass' mich auch nimmer von ihm vögeln …, was hab' ich denn davon …?«

Ganz erstaunt fragte ich sie: »Und der Rudolf …?«

»Ah was, der Rudolf«, zuckte sie die Achsel.

Ich: »Du hast doch den Rudolf so gern …, du machst doch alles was er will …«

Zenzi: »Mit dem Rudolf ist das was anderes …, der könnt' mein Vater sein …, verliebt bin ich nicht …«

Ich: »Ja, aber …, du sagst doch immer zu ihm, daß es dir nur immer bei ihm kommt …, daß er es am besten macht …«

Zenzi: »Was sagt man nicht alles, wenn man die Eichel drin hat …, ich hab' doch von dir auch gehört, was du zu deinem Vater sprichst, wenn er auf dir liegt, und es kommt dir grad …«

Ich: »Das ist freilich wahr.«

Zenzi: »Ich bitt' dich, mit Rudolf bin ich jetzt acht Jahr beisammen …«

Ich: »Was? Du bist ja im ganzen erst fünfzehn Jahr alt …«

Zenzi: »Ja …, das macht's. Meine Mutter war die Geliebte von Rudolf …, und wie sie an der Auszehrung gestorben ist, war ich allein, und der Rudolf hat mich zu sich genommen …«

Ich: »Als Geliebte …?«

Zenzi: »Nein …, im Anfang hab' ich in seinem Kabinett auf dem Erdboden geschlafen …, und war noch froh …, ich hab' mich vor dem Waisenhaus gefürchtet.«

Ich: »Warum denn?«

Zenzi: »Was weiß ich …, die Mutter hat immer geweint, wie's im Spital war, und hat gesagt: ›Wenn ich stirb', kommt das arme Kind ins Waisenhaus …‹«

Ich: »Wo warst du denn, wie die Mutter im Spital war …?«

Zenzi: »Beim Rudolf. Die Mutter war ja früher auch bei ihm. Sie hat ja mit ihm gelebt …«

Ich: »Und dein Vater …?«

Zenzi: »An den kann ich mich gar nicht mehr erinnern …, der ist gestorben …, wie ich zwei Jahre alt war.«

Ich: »Na und weiter?«

Wir saßen noch immer nackt auf dem Sofa, und streichelten uns unsere Brüste. Zenzi hatte sich ein wenig beruhigt, und es war ihr offenbar angenehm, sich mir völlig anzuvertrauen. Sie berichtete: »Der Rudolf hat dann der Mutter versprochen, er nimmt sich meiner an, und ich darf bei ihm bleiben …, immer. Da ist dann die Mutter leichter gestorben.«

Ich: »Das glaub' ich.«

Zenzi: »Na, und so bin ich halt ein paar Monat auf der Erd gelegen, und der Rudolf hat im Bett geschlafen.«

Ich: »Und dann ist's losgegangen, was?«

Zenzi: »Nicht sogleich. Erst hat er mich ins Bett gerufen …, ich brauch' nicht auf der Erden liegen, hat er gesagt.«

Ich: »Hat er dich zuerst nicht angerührt?«

Zenzi: »O ja. Wie ich mich zu ihm gelegt hab', hat er mir gleich das Hemd aufgehoben, und hat seinen Finger in meine Spalte gelegt, und hat mich überall gestreichelt …«

Ich: »Was hast du dir denn dabei gedacht?«

Zenzi: »Nichts.«

Ich: »War's dir angenehm …?«

Zenzi: »O ja … weißt du …, er hat so ganz leise …, so ganz stad gestreichelt …, das war schon gut …«

Ich: »Aber verstanden hast du nicht, was das ist, was?«

Zenzi: »Wieso denn nicht? Ich hab' sehr gut gewußt, was das bedeutet, denn ich hab' ja oft in der Nacht gehört, wenn der Rudolf über der Mutter war.«

Ich: »So? Und was hat er dann noch getan …?«

Zenzi: »Die ersten Nächte nichts … da hat er mich nur gestreichelt …«

Ich: »Aber davon kommt's ihm ja doch nicht …?«

Zenzi: »Dann hat er mir seinen Schweif in die Hand gegeben …«

Ich: »Und du …?«

Zenzi: »Der Rudolf hat damals gleich zu mir gesagt: ›Zenzi‹, hat er gesagt, ›jetzt bist du meine Geliebte. Du darfst niemandem was sagen, und du wirst sehen, es wird dir gutgehen.‹«

Ich: »War dir das recht?«

Zenzi: »O ja. Das war mir schon recht, und dann war ich auch stolz darauf, daß ich schon so einen Geliebten hab'. Und dann hab' ich mich gefreut, daß es mir gutgehen wird; denn ich hab' als Kind so oft nichts zu essen gehabt.«

Ich: »Dann begreif' ich, daß dir das gepaßt hat.«

Zenzi: »Auch sonst. Ich hab' mich in der Nacht gefürchtet allein zu liegen, wie die Mutter tot war, und wenn ich beim Rudolf im Bett war, hab' ich keine Angst mehr gehabt. Übrigens hätt' ich auch so alles getan, was er von mir wollen hat …«

Ich: »Auch wenn es dir unangenehm gewesen wäre …, warum denn?«

Zenzi: »Aber freilich. Weil ich geglaubt hab', er jagt mich auf die Straßen, wenn ich ihm nicht folge.«

Ich: »Hat er denn damit gedroht …?«

Zenzi: »O ja. Er hat immer gesagt, wenn ich was ausplausch', so schmeißt er mich heraus. Dann wird mich die Polizei zusammenklauben, dann komm' ich ins Waisenhaus, und dort werden die Kinder den ganzen Tag gehaut, müssen auf Erbsen knien und immerfort nur beten.«

Ich: »Da ist es freilich besser, wenn man in einem warmen Bett liegt und eine heiße Nudel in die Hand bekommt.«

Zenzi: »Oder in den Bauch …, hahaha.«

Ich: »Na, in den Bauch wirst du sie auch nicht gleich gekriegt haben.«

Zenzi: »Nein …, nicht gleich. Der Rudolf hat mir das ganze Werkel erst in die Hand gegeben. ›Siehst du‹, hat er zu mir gesagt, ›das da – das steckt der Mann der Frau hinein.‹ Wo hinein? frug ich. ›Da hinein‹, sagt er und zeigt mit dem Finger, wo bei mir der himmlische Zimmermann das Loch gemacht hat.«

Ich: »Da hast du ja einen guten Lehrer gehabt.«

Zenzi: »O ja. Ein guter Lehrer ist der Rudolf schon gewesen. ›Das sind die Eier‹, hat er mir erklärt und hat mir seinen Beutel in die Hand gegeben. ›Und da spritzt man den Samen heraus, der kommt in den Bauch der Frau, und davon kriegt sie dann ein Kind.‹«

Ich: »So genau hab' ich es im Anfang nicht gewußt. Ich bin erst viel später drauf gekommen.«

Zenzi: »Er hat mir alles beschrieben.«

Ich: »Und weiter habt's ihr nichts gemacht?«

Zenzi: »O ja …, alles.«

Ich: »Was denn …, alles?«

Zenzi: »Na, wie er mir das Vögeln erklärt hat, hat er sich doch draufgelegt und hat mich gewetzt.«

Ich: »Ist ja nicht wahr, das gibt's ja nicht.«

Zenzi: »Aber nein …, er hat ihn ja nur auswendig angerieben. Er hat mir ja erklärt, daß der Schwanz jetzt noch nicht hineingeht, sondern erst später, bis ich größer bin. Aber er hat mir nur zeigen wollen, wie man's macht.«

Ich: »Ja …, und dabei selber spritzen.«

Zenzi: »O nein …, er hat so nicht gespritzt, immer nur, wenn er mir's von hinten gemacht hat …«

Ich: »Im Popo …, ich weiß.«

Zenzi: »Im Popo? Das geht doch nicht.«

Ich: »So? Das geht nicht? Vor drei Jahren schon hat mich der Herr von Horak in den Popo gefickt und hat mir dort hineingespritzt, weil's von vorn damals noch nicht gegangen ist, bei mir.«

Zenzi: »Da hör' ich einmal was Neues. Das hab' ich noch nie gemacht. Ist denn das gut?«

Ich: »O, sehr gut ist es, es kommt einem sofort.«

Zenzi: »Ja, tut's denn nicht furchtbar weh?«

Ich: »Zuerst schon …, aber wenn der Schwanz naß genug ist, gar nicht mehr.«

Zenzi: »Schad – das muß ich einmal probieren.«

Ich: »Jetzt hast du's ja gar nicht mehr notwendig, jetzt geht's ja von vorn …«

Zenzi: »Ja, der Rudolf hat mir damals den Schweif nur so von rückwärts durchgesteckt …«

Ich: »Das kenn' ich. Man gibt die Füß zusammen, und er reibt einem den Schwanz unter den Arschbacken nach vorn …, was?«

Zenzi: »Ja …, genau so.«

Ich: »Und so hat er gespritzt?«

Zenzi: »Ja …, oder auch, wenn ich ihn in den Mund genommen hab'.«

Ich: »Was? Das habt ihr auch getan?«

Zenzi: »Ja. Zuerst war's mir schwer, und ich hab' auch ein paarmal gebrochen. Aber dann ist's schon gegangen.«

Ich: »Und hast du's geschluckt?«

Zenzi: »Manchesmal …, ein bissel schluckt man ja überhaupt immer.«

Ich: »Und er …, hat er nicht …?«

Zenzi: »Aber natürlich. Stundenlang ist er mir auf der Fut gelegen und hat sie mir ausgeschleckt und hat mir den Kitzler herausgesutzelt, denn er hat gesagt: ›Wart, das tu' ich dir, damit du auch davon was hast.‹«

Ich: »Na …, und hast du was gehabt davon?«

Zenzi: »Sei so gut …, das nimmt einen genug her, so wohl tut das.«

Ich: »Ja …, ich kenn' es …, es ist süß …, ich wollt', es wär' jetzt jemand da, und möcht's uns machen.«

Zenzi: »Ja …, das wollt' ich auch.«

Wir quälten uns schon die ganze Zeit an unseren Muscheln. Zenzi an der meinigen und ich an ihrer. Jetzt konnten wir uns nicht mehr zurückhalten und legten uns nebeneinander hin und fingerten uns, daß uns bald wieder der Quell zu fließen begann. Dann waren wir wieder beruhigt, setzten uns auf, und ich verlangte, Zenzi solle weitererzählen.

Sie tat es: »Schau meine Duteln an …«, fuhr sie fort, »wie groß sie sind …, der Rudolf sagt, daß ich sie vom vielen Schlecken und Vögeln so zeitig bekommen hab'. Schon mit neun Jahren hat's angefangen, und Haare hab' ich damals schon zwischen den Füßen bekommen …«

Ich: »Und hast du immer nur mit dem Rudolf gevögelt …?«

Zenzi: »O nein …, der Rudolf hat mir g'sagt, wenn mich wer angreift, oder wohin lockt, soll ich nur aufpassen, daß mir nichts geschieht, und daß mich niemand sieht …«

Ich: »Was? Er hat's dir damals schon erlaubt …?«

Zenzi: »Aber ja. Er hat gesagt, ich soll nur ihn immer gern haben, deswegen aber kann ich mir's schon von andern Männern machen lassen. Nur kleine Buben nicht. Wenn er das sieht, hat er g'sagt, schlagt er mich tot.«

Ich: »Das ist aber komisch. Warum denn gerade kleine Buben nicht?«

Zenzi: »Na, wegen des Geldes …«

Ich: »Das versteh' ich nicht …«

Zenzi: »Also, der Rudolf hat gesagt: ›Du kannst es schon hergeben, aber du mußt immer was davon haben. Wenn dir einer auch nur die Fut angreift, soll er dir was dafür zahlen. Umsonst ist der Tod.‹«

Ich: »Und der Rest das Leben. Jö …, da hätt' ich viel Geld verdienen können, wenn ich gescheit gewesen wäre.«

Zenzi: »Na siehst du …, deswegen bin ich immer beim Rudolf am liebsten, weil er so viel gescheit ist, und man ihn um alles fragen kann.«

Ich: »Warum hat er dann aber erlaubt, daß du dich von meinem Vater pudern laßt?«

Zenzi: »Das ist doch sehr einfach. Wir zahlen doch seit damals keinen Zins mehr bei euch.«

Ich: »So …, das ist aber gemein …, und er vögelt mich ganz umsonst …«

Zenzi: »Na …, dafür verrät er doch nicht, daß du mit deinem Vater zusammensteckst …«

Ich: »Es ist eine Gemeinheit …, aber ich lass' ihn nicht mehr drüber.«

Zenzi: »Mach was du willst, mir ist es ganz gleich.«

Ich: »Lassen wir das jetzt gut sein, was haben wir denn davon, was? Erzähl lieber weiter. Hast du damals schon Geld verdient?«

Zenzi: »O ja. Zuerst war's der Kaufmann am Eck. Der hat mich immer so angeschaut, und hat mich am Kinn gestreichelt, wenn ich drin war, was kaufen. Und das hab' ich dem Rudolf erzählt.«

Ich: »Na und was war weiter?«

Zenzi: »Der Rudolf hat gesagt, ich soll alles mit ihm tun, was er will, ich soll aber ein Geld von ihm verlangen.«

Ich: »Und hast du was gekriegt …?«

Zenzi: »Das erstemal nur ein paar Sechserln.«

Ich: »Was war denn mit ihm?«

Zenzi: »Wie meinst du das?«

Ich: »Na, du weißt doch …, ich meine, was er mit dir gemacht hat …?«

Zenzi: »Er ist vor dem Laden gestanden, wie ich vorbeigegangen bin.«

Ich: »Na, und du …?«

Zenzi: »Ich hab' gelacht auf ihn …«

Ich: »Und er …?«

Zenzi: »Er hat mich hineingerufen …«

Ich: »Weiter …, weiter …«

Zenzi: »Na, und da hat er mich ins Magazin geführt.«

Ich: »Was hat er denn gesagt …?«

Zenzi: »Er hat mir gesagt, er will mir gedörrte Zwetschgen schenken, oder Feigen, oder so was.«

Ich: »Ja …, und …?«

Zenzi: »Und wie wir im Magazin waren, hat er gesagt, ich hab' so eine Feigen, die uns nur angenehm ist …«

Ich: »Da hat er die Fut gemeint?«

Zenzi: »Ja.«

Ich: »Und was hast du gesagt …?«

Zenzi: »Nichts.«

Ich: »So erzähl doch, laß dich nicht immer fragen.«

Zenzi: »Ich erzähl' ja …, er hat gesagt, ich soll ihn die Feigen ansehen lassen, die ich zwischen den Füßen hab' …«

Ich: »Das ist gut …, der macht's fein …«

Zenzi: »Wenn ich das tu' …, hat er gesagt, schenkt er mir so viel Feigen, wie ich will.«

Ich: »Das hast du doch getan …?«

Zenzi: »Nein.«

Ich: »Nein … Ich iß Feigen sehr gern.«

Zenzi: »Ich auch.«

Ich: »Na und warum dann …?«

Zenzi: »Ich hab' an den Rudolf gedacht, und hab' gesagt: Ich brauch' keine Feigen, ich will was anderes. ›Was denn?‹ fragt er. Geld, sag' ich.«

Ich: »Hat er dir was gegeben?«

Zenzi: »Zuerst hat er mir den Rock aufgehoben und hat herumgespielt. Dann hat er seinen Kaufmannshäring aus der Hosen genommen und ist mir damit zwischen die Füße und am Bauch hin- und hergefahren, bis er gespritzt hat.«

Ich: »Na, und dann?«

Zenzi: »Dann hat er mir dreißig Kreuzer geschenkt und hat gemeint, ich soll niemanden was sagen.«

Ich: »Hast du ihm gefolgt?«

Zenzi: »Nein, ich hab' das Geld dem Rudolf gegeben.«

Ich: »Und warst du oft beim Kaufmann?«

Zenzi: »O ja …, oft. Ich hab' alles eingekauft, um was mich Rudolf geschickt hat, und hab' nichts gezahlt dafür …«

Ich: »Das heißt, du bist dafür ins Magazin gegangen.«

Zenzi: »Ja.«

Ich: »Wen hast du noch gehabt?«

Zenzi: »Meinen Schullehrer.«

Ich: »Den Lehrer …?«

Zenzi: »Ja …, wie ich in der vierten Klasse war.«

Ich: »Aber der hat doch nichts bezahlt?«

Zenzi: »Hör nur. Bei uns war ein Mädel, die hat schon damals dicke Duteln gehabt, und der Lehrer hat sie immer dabei angegriffen, und sie hat sich einen Haufen darauf eingebildet.«

Ich: »Die Gans, die blöde.«

Zenzi: »Ja, eine Gans war sie.«

Ich: »Erzähl doch, das ist lustig …, mich hat auch der Katechet gevögelt.«

Zenzi: »Ich weiß.«

Ich: »Also erzähl …«

Zenzi: »Wenn Turnen war, und der Lehrer hat uns geholfen, bei die Ringe, oder beim Klettern, da hat er eine andere immer beim Arm oder beim Rücken gepackt, dieses Mädel aber hat er immer bei ihren Duteln erwischt, oder wenn Klettern war, hat er sie immer beim Arsch genommen …, und sie war dann ganz rot im Gesicht …«

Ich: »Das glaub' ich.«

Zenzi: »Und ich hab' mich immer hingestellt, und hab' dem Lehrer ins Gesicht gelacht.«

Ich: »Und er?«

Zenzi: »Er ist auch rot geworden.«

Ich: »Weiter …, ich bin schon gespannt.«

Zenzi: »Und einmal hat das Mädel nicht auf den Barren können. Der Lehrer hat sie vorn gehalten und hinten, und endlich hat er gesagt, sie soll nach der Schule hierbleiben, und nachturnen.«

Ich: »Aha …, ich merke schon, was kommt.«

Zenzi: »Ja, das hab' ich auch gemerkt, und bin auch dageblieben.«

Ich: »Im Turnsaal?«

Zenzi: »Ah nein …, ich hab' vor der Schule gewartet, bis das Mädel fortgeht …«

Ich: »Na, hat das lang gedauert?«

Zenzi: »Eine halbe Stunde … Ich hab' sie begleitet und ausgefragt.«

Ich: »Hat sie dir alles gesagt?«

Zenzi: »Zuerst nicht. Erst wie ich ihr gesagt habe: Hör du, warum packt dich denn der Lehrer immer bei den Duteln und beim Popo …? Da ist sie dann mit der Sprache heraus.«

Ich: »Na …, erzähl doch schneller.«

Zenzi: »Warum denn? Wir haben ja Zeit … Also, sie hat mir gesagt …, haha …, ich muß heute noch lachen, was das für eine Gans war …«

Ich: »Er hat sie gevögelt …?«

Zenzi: »›Hör nur …, der Lehrer hat was‹, sagte sie … Was denn? frug ich. ›Aber du darfst es niemanden sagen‹, meint sie, na ich versprach es ihr …, ›der Lehrer hat zwischen den Füßen einen Stöpsel‹, meint sie darauf.«

Ich: »Nein, so eine Gans …, ein schönes Geheimnis …«

Zenzi: »Hat er dich ihn anschauen lassen? frug ich sie. ›Ja‹, sagt sie. Sie hat gar nicht gewußt, was das bedeutet. Und sie hat mir gesagt, der Lehrer hat ihr den Stöpsel zwischen ihre Füße gerieben und zwischen ihre Duteln gesteckt, und dann hat er ihr lauter Einser versprochen, und dann ist so viel Wasser aus seinem Stöpsel herausgelaufen.«

Ich: »Nein …, so ein Ganserl …, so ein dummes.«

Zenzi: »Na, ich hab' ihr aber alles erklärt, und da ist sie gescheiter geworden.«

Ich: »Wieso …?«

Zenzi: »Weil sie gemeint hat: Ihr sei das Wurst, wie das Ding heiße, und wenn sie nichts mehr lernen brauche, dann werde sie sich vom Lehrer vögeln lassen, sooft er nur will.«

Ich: »Na, und du?«

Zenzi: »Ich hab' mir gedacht, das kann ich auch brauchen.«

Ich: »Und wie war's denn mit dir?«

Zenzi: »Na ich hab' doch auch schon damals Brüste gehabt, wenn auch nur ganz kleine …«

Ich: »Und die hast du ihm gezeigt.«

Zenzi: »Ja …, wie er mir wieder hat helfen wollen, und mir untern Arm greift, sag' ich ihm, ich bitt' Herr Lehrer, ich bin kitzlig …, und da nimmt er mich um die Brust …«

Ich: »Na, das wird er doch gewußt haben, was das ist.«

Zenzi: »Das glaub' ich. Er hat mich gleich so angeschaut …, und ich hab' gelacht, und da sagt er mir: ›Du mußt nachturnen, wenn die Schule aus ist.‹«

Ich: »Das hab' ich mir gleich gedacht …«

Zenzi: »Wie dann alle fort sind, bin ich im finstern Ankleidezimmer geblieben, und da kommt er zu mir und packt mich so langsam bei den beiden Brüsten und fragt mich: ›Turnst du gern?‹ Ja, Herr Lehrer, sag' ich, und drückte seine Hände an mich.«

Ich: »Da hat er doch gewußt, was Neues ist …«

Zenzi: »Ja. Er ist mir gleich unter den Kittel, hat mich bei der Muschel erwischt, und sagt: ›Wem gehört denn das?‹«

Ich: »Und was hast du gesagt?«

Zenzi: »Ich hab' mich noch dumm gestellt, und hab' gesagt: Ich weiß nicht …«

Ich: »Da hat er sich halt bedient.«

Zenzi: »Darauf nimmt er meine Hand und steckt sie sich ins Hosentürl …, und ich erwisch' seinen Notizstift, der kerzengrad parat war. Da fragt er mich, ›was ist denn das‹?«

Ich: »Eine nette Prüfung. Du hast sie doch bestanden?«

Zenzi: »Ja, denn ich hab' gesagt, das ist dem Herrn Lehrer sein Schweif.«

Ich: »Bravo. Das verdient einen Einser.«

Zenzi: »Fragt er weiter: ›Zu was gehört denn das?‹«

Ich: »Du hast ihm's doch gesagt?«

Zenzi: »Aber natürlich, zum brunzen und zum vögeln gehört es, hab' ich gesagt, und da ist er ganz närrisch geworden.«

Ich: »Das glaub' ich. Das war halt anders wie bei dem dummen Ganserl.«

Zenzi: »›Na‹, meint er, ›willst du lauter Einser haben, dann laß mich vögeln …, willst du …?‹ O ja, ich will schon, gab ich zur Antwort, aber ich brauch' nicht lauter Einser. ›Was denn?‹ fragt er ganz erstaunt … ein Geld, sag' ich drauf, ein Geld! Er war ganz paff. ›Ich soll dir ein Geld geben …?‹ Ja. Ich hab' ihm ins Gesicht gelacht. ›Wofür denn?‹ fragt er und laßt mich los. Aber ich hab' meinen Kittel in die Höhe gehalten, wie er von ihm aus hersah, und hab' alles hergezeigt, und dabei sag' ich ganz keck: Wofür? Na, dafür, daß mich der Herr Lehrer vögeln darf, und daß ich niemandem was sag'.«

Ich: »Das hat ihm eingeleuchtet?«

Zenzi: »Ja …, und er hat gleich zum remmeln angefangen. Aber er hat probiert, ob er mir ihn nicht hineinstecken kann. Aber das ist noch nicht gegangen.«

Ich: »Warst du dann noch oft im Turnsaal?«

Zenzi: »Aber ja …, und in den Mund genommen hab' ich's ihm, und er hat mir nur fünfzig Kreuzer gegeben.«

Ich: »Und wie bist du denn da in die Stadt herein gekommen?«

Zenzi: »Nur durch den Rudolf.«

Ich: »Der kennt aber auch alles.«

Zenzi: »Ja, er hat gesagt, draußen bei uns ist ja doch kein Geschäft, und er hat mich hergeführt.«

Ich: »Und ich bin auch da.«

Zenzi: »Ja …, er hat immer gesagt …, die Peperl …, die kann was verdienen, wenn sie gescheit ist …«

Ich: »Das möcht' mir schon passen.«

Zenzi: »Na, du siehst ja, es geht.«

Ich: »Na, und ob das geht.«

Zenzi: »Was hast denn verdient?«

Ich: »Wart! Zwei Gulden im Haustor, fünf Gulden der Alte …, zehn Gulden jetzt …, zwei Gulden muß ich der Alten geben, bleiben fünfzehn Gulden. Na, der Vater der wird schöne Augen machen, wenn ich so viel z' Haus bring'.«

Zenzi: »Was dir nicht einfällt, da wärst aber schön dumm …«

Ich: »Wieso?«

Zenzi: »Du wirst doch nicht alles hergeben?«

Ich: »Nicht?«

Zenzi: »Gott bewahre. Vielleicht verdienst du morgen gar nix …, was machst denn dann?«

Ich: »Dann sag' ich halt, ich hab' nix verdient.«

Zenzi: »So? Und laßt dich vielleicht zusammenschimpfen … Ah nein, schau mich an …, wie ich's mach. Ich geb' einmal drei Gulden, einmal fünf, einmal sechs her, und der Rudolf freut sich, weil ich jeden Tag was bring', und außerdem, sie möchten ja ohnedies alles gleich versaufen.«

Ich: »Ja …, ja …, da hast du recht …«

Zenzi: »Und dann, du kannst doch selber ein Geld brauchen. Hast du eins, mußt du keins verlangen, und wenn's dich freut, kauf dir was.«

Ich: »Ja, und dann ahnt es der Vater, und weiß gleich, daß ich geschummelt hab'.«

Zenzi: »O, du Tschapperl du …, wenn er was sieht, dann sagst du, du hast es von einem Herrn geschenkt gekriegt …, immer geschenkt …, das ist das Beste. Und übrigens mußt du halt lieb sein zum Vater …, immer nur lieb sein …, dann laßt er dir alles zu.«

Ich: »Aha! Also deswegen schmeichelst du dem Rudolf so?«

Zenzi: »Natürlich. Damit ich keinen Verdruß mit ihm hab', und machen kann, was ich will.«

Wir kleideten uns an, beschlossen, obwohl es kaum noch dämmerte, heute schon nach Hause zu gehen. Wir hatten beide genug, durften eines freundlichen Empfanges sicher sein, und wollten keinen Herrn mehr suchen. Wir fuhren mit dem Stellwagen in die Vorstadt.

Ich gab dem Vater fünf Gulden. Er sagte nichts, aber er nahm das Geld und holte Wein. Zenzi mußte Rudolf beichten, wie ich mich angestellt hätte. Er lobte mich. Dann begann das übliche Saufgelage, und ich lag in dieser Nacht wieder unter meinem Vater.

So endete der erste Tag meines Hurenlebens. Ich war nun käuflich, war ein Ding für jedermann.

Ich ging nun täglich in den ersten Nachmittagsstunden mit Zenzi oder auch allein in die Stadt. Und das Geld, das ich verdiente, lieferte ich prompt meinem Vater ab, der jetzt gar nicht mehr daran dachte, sich eine Arbeit zu suchen, sondern es vorzog, auf meine Kosten zu leben und meinen Verdienst zu vertrinken. Meine Brüder sah ich gar nicht mehr. Franz war in Simmering, weit draußen, am entgegengesetzten Ende der Stadt in der Lehre, und Lorenz, der die Wirtschaft, die bei uns war, von Anfang an durchschaute, und der auch Rudolf nicht leiden mochte, ließ sich gar nicht mehr blicken.

Von dem Geld, das ich mir behielt, kaufte ich mir heimlich hie und da ein Stück zum anziehen oder auch zum putzen. Aber Rudolf erlaubte es weder Zenzi noch mir, mit den guten Sachen angekleidet auf den Strich zu gehen. Er meinte, wenn wir aufgeputzt dahergingen, werde die Polizei aufmerksam auf uns werden und außerdem werden die Herren, die uns nachliefen, wegbleiben, weil sie uns für konzessionierte Huren halten würden, und weil nur die Heimlichkeit unseres Gewerbes reize.

Ich wußte nun alles, war in allen Schlichen und Pfiffen meines Metiers bewandert, verstand mich darauf, den Wachmännern auszuweichen und sie zu täuschen, und verstand mich auch darauf, den Leuten, mit denen ich mich abgab, so viel Geld als möglich abzuluchsen.

Auch vor der Franzosenkrankheit war ich gewarnt und völlig darüber aufgeklärt, wie man sie erkenne. Ich unterzog jeden Menschen, dem ich mich hingab, einer genauen Visitation und bin heute noch froh darüber. Denn wenn ich auch manche Erkrankung nicht ganz vermeiden konnte, so bin ich auch davor bewahrt geblieben, die Syphilis zu erleiden. Eigentlich wie durch ein Wunder bewahrt geblieben, wenn ich's recht bedenke, denn ich kam schließlich in Situationen, in denen mir meine ganze Vorsicht nichts geholfen hätte, und in denen ich hundertfach angesteckt hätte werden können.

Rudolf habe ich in diesen Dingen viel zu danken gehabt. Er hat mich gelehrt, auf die Männer achtzugeben, daß sie mir mit keiner Waffe nahen, mich nicht am Halse würgen, oder mir den Mund zuhalten. Er war es, der mir einschärfte, wenn ich mit jemandem ins Hotel oder in die Wohnung gehe, das Geld vorher zu verlangen, und er war es, der mich davor warnte, jemals eine Kaserne zu betreten, es sei denn zu einem Offizier.

Ich kann nicht alles aufschreiben, was ich in diesen Jahren, was ich als Hure überhaupt erlebt habe. Meine Kindheitserinnerungen, so wechselvoll und bewegt sie sein mögen, sie sind mir haften geblieben, und ich habe von ihnen berichtet. Schließlich sind es Kindheitserinnerungen, wenn auch freilich sehr geschlechtlich und sehr wenig kindlich. Aber sie bleiben auf alle Fälle viel tiefer und dauernder in unser Gedächtnis eingegraben wie alles, was wir später erleben.

Wenn man bedenkt, daß das Jahr 365 Tage hat, und wenn man nur, gering gerechnet, den Tag mit drei Männern einschätzt, so macht das an elfhundert Männer im Jahr, macht in drei Jahrzehnten wohl dreiunddreißigtausend Männer. Es ist eine Armee. Und man wird es weder anraten noch wünschen, daß ich von jedem dieser dreiunddreißigtausend Schweife, die mich im Laufe der Zeit bewedelt haben, einzeln Rechenschaft ablege.

Es ist auch gar nicht notwendig, daß ich es tu! Weder für mich, die ich diese Blätter nur aufschreibe, um mein Leben in seinen Hauptzügen an mir vorbeigleiten zu lassen, noch für diejenigen, die in diesen Aufzeichnungen vielleicht nach meinem Tode blättern werden. Denn im Ganzen ist die Liebe unsinnig. Das Weib gleicht so einer alten Rohrpfeife, die auch nur ein paar Löcher hat und auf der man eben auch nur ein paar Töne spielen kann. Die Männer tun alle dasselbe. Sie liegen oben, wir liegen unten. Sie stoßen und wir werden gestoßen. Das ist der ganze Unterschied.

No comments:

Post a Comment